Vorwort?nr fünften Auslage.
Abermals sind 15 Jahre ins Land gegangen, seitdem dervorliegende Band in der letzten Fassung, die der verewigte Meisterihm gegeben hat, erschienen ich Die Arbeitslust auf dem hier be-handelten Gebiete der jüdischen Geschichte ist auch während der letztenanderthalb Jahrzehnte die gleiche geblieben und in der Gegenwarteher noch in der Zunahme begriffen. Neben dem vorzüglichenSchürer scheu Buche, das jetzt in bedeutend vermehrter dritter Auf-lage herausgekommen ich sind zahlreiche wichtige und wertvolle Einzel-nntersuchnngen über die einschlägigen geschichtlichen, literaturgeschicht-lichen und religionsgeschichtlichen Probleme angestellt worden. DieErgebnisse des Verfassers an den neuen Aufstellungen zu messen oderwenigstens, wo das zu weit geführt hätte, auf die neuere Literaturhinzuweisen, war eine unabweisbare Notwendigkeit. Ich habe michdieser Aufgabe um so bereitwilliger unterzogen, als sie mir die er-freuliche Gelegenheit bot, zu Studien znrückznkehren, denen vor 30Jahren die Liebe meiner Jugend gehört hat. Die Grundsätze, vondenen ich bei der Durchsicht ansging, habe ich bereits mehrfach inden Vorbemerkungen zu Bd. II a, X und XI erörtert. Der Lesererhält den Text seines Autors möglichst unverändert. Meine Be-merkungen in den Rand- und Schlußnoten sollen ihm nur die Ge-legenheit geben, die Meinungen des Autors zu prüfen und vonabweichenden Ergebnissen Kenntnis zu nehmen.
Arestau, ,o. Februar 1905.
M. Kran».