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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Klage Cypresse, denn gefallen ist die Ceder,

Mächtige Tamarisken sind geknickt*)!

Klaget Basan's Eichen!

Denn gesunken ist der Höhe Wald.

Höret das Klagen der Hirten!

Denn verwüstet ist ihre Pracht.

Höret der Löwen Brüllen.

Denn verwüstet ist des Jordan's Stolz".

Die Rede schloß mit der Aussicht, daß von dem ganzen Volke nur derdritte Theil übrig bleiben werde. Aber auch dieser Ueberrest wirderst durch Prüfung geläutert und zum Volke Gottes erzogen werdenmüssen:Ich werde den dritten Theil ins Feuer bringen,

Ihn prüfen, wie man Silber prüft,

Ihn läutern, wie man Gold läutert.

Er wird meinen Namen anrufen,

Und ich werde ihn erhören.

Ich nenne ihnmein Volk"

Und er wird sprechen:

Jhwh ist mein Gott"'"*).

Im Verlaufe führte dieser Prophet das Bild von den falschen Hirtenaus, welche die Heerde ohne Gewissensbisse tödten und keine Schonungkennen. Ganz besonders machte der Prophet Zacharia deutliche An-spielungen auf den König Pekach von Israel, auf diesenfalschenHirten", der die Heerde noch schonungsloser, als seine Vorgänger be-handelte. Der Prophet war vielleicht gezwungen, verblümt zu sprechen,und gebrauchte daher eine räthselähnliche Wendung: Gott bestellteeinen Hirten über das Volk und übergab ihm zwei Stäbe, von denender eine Huld (Gnade) und der andere Bund (Eintracht) genanntwurde. Aber da das Volk Gott verwarf, so verwarf es auch Gott,zerbrach zuerst den Stab der Gnade und löste das Bündniß,das er mit allen Stämmen Israels geschlossen hatte. Und jetzt willer noch den zweiten Stab, denStab der Freundschaft" zwischenJuda und Israel zerbrechen. Gott stellte einen thörichten Hirte» auf,welcher die verirrten Lämmer nicht aufsucht, um die zerstreuten sichnicht kümmert, die verwundeten nicht heilt, die kranken nicht pflegtund das Fleisch der gesunden verzehrt. Das Volk verdient zwarkeinen bessern Hirten. Nichtsdestoweniger wird diesen Hirten, derdie Heerde verläßt, Gottes Strafgericht treffen.

*) Zacharias 1l, 1 kann unmöglich in nie, sn-m iv.i das Wort Relativsein, es macht die schönen prophetischen Verse matt. Es muß vielmehr einLubstantiv sein, entweder oder eine Art Ceder oder Cypresse,oder vielleicht gar Astartenbäums. Es muß also gelesen werden:

.nie, Lnnu s-Ne'n) one-.^ 2 ) Das. 13, 9, vergl. Note 3.