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Geschichte der Jude».
Zuflucht nahm und, laut Inschriften, bereits im Jahre 41 gestorben war.Im Jahre 4L regierte Vardanes, nachdem er sich vorher mit seinem BruderGotarzes ausgesöhnt hatte^). Dieser Vardanes, welcher auf die EroberungArmeniens ausging, das unter römischen Schutze stand, forderte Jzates auf,mit ihm gemeinschaftlich die Römer zu bekämpfen. Jzates lehnte aberdie Teilnahme ab. Er machte geltend, daß seine Mutter mit seinen fünfunmündigen Söhnen in Jerusalem weile, es sei daher für ihn gefährlich,mit den Römern anzubinden, da die Seinigen in einem den Römern unter-worfenen Lande lebten^). Tacitus erzählt nun, Vardanes würde Armenienüberfallen haben, wenn er nicht von dem Legaten Vibins Marsus zurück-gehalten worden wäre, der ihn mit Krieg bedrohtes. Nun war Marsus nurvon 42—44 Legat von Syrien. Denn gleich nach Agrippas I. Tod entfernteihn Claudius von der syrischen Statthalterschaft, aus wohlwollender Erinnerungan den verstorbenen judäischen König, welcher ihn öfter ersucht hatte, seinenFeind Marsus abzuberufen ^). Vardanes' beabsichtigter Angriff auf Armenienund die Aufforderung an Jzates, ihm beizustehen, fallen also nur währendMarsus' Statthalterschaft in Syrien, d. h. zwischen 42—44, oder richtigerzwischen 43—44, da Vardanes sich erst im Jahre 43 mit seinem Bruder Gotarzesausgesöhnt hatte und unbestrittener Herrscher von Parthien geworden war.Damals war also Helena bereits mit ihren fünf Enkeln in Jerusalem. Darausfolgt, daß sie spätestens 43 nach Jerusalem gekommen war. Der Kriegzwischen Jzates und dem Araberkönig Abia und dem Partherkönig Vologäseserfolgte jedenfalls erst nach Helenas Reise nach Jerusalem. Wenn nun inder Mischna (Nasir III, 6) angegeben ist, Helena habe gelobt, 7 Jahre dasNasiräergelübde auf sich zu nehmen, falls ihr Sohn glücklich vom Kriege heim-kehren würde, und sie habe dann nach glücklichem Erfolge das Gelübde erfüllt nndsei nach Ablauf der 7 Jahre nach Palästina gereist, so kann es sich keineswegsauf diesen Krieg beziehen, sondern muß auf einen früheren Hinweisen, wenndie Tradition überhaupt mit allen Umständen zuverlässig ist. Denn die ZahlSieben macht sie verdächtig. Die talmudischen Berichte geben ihr sieben
Söhne, während Josephus nur von ihren fünf Enkeln weiß, und zwar vonunmündigen. Andere Quellen machen gar daraus sieben gelehrte Söhnen'vbn o'm Diese Tradition kann also für die Fixierung der
Chronologie gar nicht in Betracht kommen. Es ist also so gut wie gewiß, daßHelena um 43 bereits in Jerusalem weilte und noch da war, als dieHungersnot im Jahre 48 wütete. Sie blieb überhaupt da bis nach Jzates'
Vergl. Berliner Blätter für Münzkunde II, S. 472.
") Jos. das. XX, 3, 4: Our«? 47 (Oi'aHönvy?) erpv-:
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*) Jos. das. XX, 1, 1.
bs sssgsssita Luirba I, 1 und Parallelst. Was betrifft, wo Helena mitihren Söhnen oder Enkeln in einer Festhütte von vorschriftswidriger Höhegeweilt haben soll, so muß es einen Ort dieses Namens nahe bei Jerusalemgegeben haben, was auch aus anderen Stellen folgt. Sonst wäre es jaundenkbar, daß die „Alten" der Schule mit ihr so oft hätten verkehren können,puxm o-rvor oPi.n vm. Vergl. Monatsschr. Jahrg. 1878, S. 42.