Der aramäische Krieg.
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dem einen griff er selbst die Aramäer an, und den anderen ließer unter dem Befehl seines Bruders Abisa'i. Den Muth desHeeres entflammte er mit kurzen, aber kernigen Worten: „Laßtuns muthig für unser Volk und die Stadt unseres Gottes kämpfen,Gott mag thun, was ihm gut dünkt". Darauf schlug Joab mitUngestüm die Aramäer in die Flucht; dadurch geriethen die Ammo-niter in solchen Schrecken, daß sie das offene Feld aufgaben undhinter den Mauern ihrer Hauptstadt Schutz suchten ff.
Es war ein glücklicher Waffentag; denn der Sieg ist von demisraelitischen Heere ohne irgend welche wunderbare oder wunder-ähnliche Dazwischenkunft, sondern lediglich durch Tapferkeit undKriegstüchtigkeit errungen worden. Joab eilte sofort nach Jerusalem ff,um dem König Bericht zu erstatten und einen Plan auseinanderzu setzen, daß die Aramäer völlig aufs Haupt geschlagen werdenmüßten, damit sie ihre Einmischung künftighin unterlassen sollten.Dieser Plan drang durch. Mit dem siegreichen Heere, das vor-der Hand das ammonitische Gebiet räumte und noch verstärktwurde, verfolgte David selbst den aramäischen Feind bis jenseits desJordans. Der König Hadadeser schickte zwar seinem geschlagenenHeere neue Verstärkung zu aus der Euphratgegend und an derSpitze einen Feldherrn Schobach. Allein als es bei einerunbekannten Stadt Chailam zur Schlacht kam, wurde das ara-mäische Heer abermals geschlagen, und auch der Feldherr fiel imTreffen. Die Vasallen des mächtigen Hadadeser beeilten sichhierauf Frieden mit David zu schließen: die Aramäer von Rehöbim Norden des Hermongebirges und die von Maacha oder Bet-Maacha an der Ostseite des Gebirgesff. Der König von Hamat,Namens Thöi (oder Thou), welcher mit Hadadeser auf dem Kriegs-füße stand, sandte seinen Sohn Joram an David mit Geschenken,um ihm zum Siege über den gemeinsamen Feind Glück zu wünschenff.David verfolgte seinen Sieg noch immer weiter bis in das Gebietvon Zoba und bis zur Hauptstadt des Königs Hadadeser, in derNähe des Euphratff. Zum dritten Mal wurden die Aramäer
tz Samuel das. 10, 8—14 a.
2> Das. Vers 14 b.
Samuel das. 10, 19.
Das. 8, 10.
2) Thapsakus 2, vergl. S. 95.