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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Sanl's Nachkommen hingerichtet.

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Die Noth wurde noch größer, als im Frühjahr des dritten Jahresnoch immer kein Regen gefallen war, und das Volk wandte sich anden König um Abhilfe. Ein so großes Landunglück galt alsschwere Züchtigung von Seiten Gottes wegen eines unentdeckt undungeahndet gebliebenen Verbrechens. David erforschte daher durchden Hohenpriester Abiathar, welche öffentliche Verschuldung vor-liegen könnte, und der Spruch lautete:Wegen Saul und seiner-blutigen Verfolgung der Gibeoniten" so. S. 190). David ließhierauf die noch übrig gebliebenen Gibeoniten nach Jerusalemkommen und fragte sie, welche Sühne sie verlangten, damit derSegen des Landes wiederkehre. Sie wollten sich aber nicht mitSühnegeld abfinden lassen, sondern verlangten als Sühneopfer, daßsieben Nachkommen Sanl's in Gibeat-Saul gehenkt werden sollten.Die Forderung der Gibeoniten schien gerecht; denn Saul hatteallerdings den Friedenseid gegen sie gebrochen, und nach derAnschauung der Zeit konnte Blutschuld und noch dazu mit Eides-bruch verbunden, nur durch Blut gesühnt werden, selbst an denKindern um des Vergehens der Väter willen. Hätte David dieNachkommen Sanl's verschonen wollen, so würde er das Volk gegensich aufgereizt haben, daß er durch die Verweigerung der Sühnedas Unglück vom Lande nicht abwendcn mochte. Andererseits setzteer sich dem Verdachte aus, daß , er aus Rache oder sonstigen selb-stischen Absichten die Nachkommen Sanl's der Vertilgung weihenwollte. Mit schwerem Herzen mußte er also die Forderung nichtnur der Gibeoniten, sondern auch des Volkes befriedigen. Diezwei Söhne Sanl's von seiner Kebsin Rizpa (o. S. 235) unddessen Enkel von seiner Tochter Merab wurden ausgesucht undden Gibeoniten überliefert, und diese hängten sie mit kalter Grau-samkeit mit eigenen Händen in Gibeat-Saul, in der Stadt, inwelcher deren Vater die Krone getragen, an Pfähle si. Verschont hat

p Im Nachtrag Samuel kl, 21,15 ist die Zeit dieser Huugersuoth undder Hinrichtung der Nachkommen Sanl's nicht angegeben. Daß dieser Vorfallindes; noch vor Absalom's Aufstand stattfand, folgt allerdings daraus, das; inFolge dessen die Benjaminitcn David bei seiner Flucht vorgcworfen haben, daß erdas Hans Sanl's vertilgt habe, das. 16, 7 fg. Er scheint aber noch viel frühergesetzt werden zu müssen. In der Erzählung, wie David Jonathan's SohnMephiböschet in seine Nähe zieht (das. 9,1 fg.I ist es so dargestellt, als wenn dieserbereits dem Tode geweiht gewesen wäre. In Vers 7 das. beruhigt nämlich Davidden von jenseits des Jordans vor ihn geführten Mephiböschet, er solle sich nicht