David und Abner.
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lassen. Es entstand daher eine blutige Jagd zwischen beiden Schaaren,bis endlich Abner von einem Berge aus Joab zurief, dem Blut-vergießen unter Volksgenossen ein Ende zu machen: „Soll dasSchwert für immer wüthen? Weißt Du nicht, daß zuletzt Unglückentstehen wird? Warum befiehlst Du nicht Deinen Leuten vonihren Brüdern abzustehen?" Auch Joab fand es zuletzt rathsam,die Waffen einstecken zu lassen, und gebot seiner Schaar Stillstand.Er und seine Leute trugen die Leiche Aßah-El's nach Bethlehem, umsie in das Erbbegräbniß beizusetzen und begaben sich von da nachHebron. Abner mit seinen Leuten überschritten den Jordan undbegaben sich nach Machanalmfi.
Während der eingetretenen Waffenruhe vollzog sich das tragischeVerhüngniß über das Haus Saul. Abner hatte ein lüsternes Augeans die schöne Kebsin Saul's Rizpa geworfen, die mit ihren zweiSöhnen auch in Machanalm wohnte. Obwohl Jsch-Boschet sichManches von seinem Feldherrn gefallen lassen mußte, da er ihnnicht missen konnte, durfte er dessen Umarmung der Wittwe seinesVaters nicht dulden, weil darin die Absicht lag, sich der Königs-würde zu bemächtigen. Er ertheilte daher Abner eine Rüge. Dieserfühlte sich dadurch verletzt, hielt dem Schattenköuig feine Undank-barkeit vor und kehrte ihm den Rücken. Jsch-Boschet vermochte inseiner Ohnmacht nicht gegen den hochmüthigcn Feldherrn mit Strengezu verfahren. Dieser knüpfte darauf heimlich mit David Unter-handlungen an, ihm die Huldigung sämmtlicher Stämme zu ver-schaffen. Als Gegendienst mag er sich ausbedungen haben, daß erin seinein Feldherrnamte über die israelitischen Stämme verbleibensollte. Freudig ging David auf diesen Antrag ein, verlangte abervorher als Unterpfand des Bündnisses, daß seine LieblingsgattinMichal, welche Saul ihm entrissen und an einen Beujaminitenaus Gallim Nameus Paltiel verheirathet hatte, ihm wieder zurückgc-geben würde. Jsch-Boschet selbst mag die Gerechtigkeit dieser Forderunganerkannt und nichts Schlimmes für sich darin erblickt haben.Darauf verließ Abner seinen König unter dem Vorwände, Michal'sTrennung von ihrem Gatten dnrchznsetzen, begab sich in das
tz Sam. II, 2,12—32. Aus Vers 26 geht hervor, das; der hier geschilderteZweikampf und seine Folgen nicht am Anfang des Bürgerkrieges stattfanden,sondern am Ende. 3, 1 resümirt den ganzen Verlauf.