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Geschichte der Juden.
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daß er seinen Herrn so schlecht bewachte, daß er um ein Kleinesnimmermehr hätte erwachen können. Saul soll hierauf abermals seinUnrecht eingestanden und versichert haben, David niemals mehrzu verfolgen.
Nichts desto weniger hielt es David nicht für gerathen, seineunstäte Lebensweise in der Wüste von Ziph und Maon fortzusetzenund sich noch ferner dem Zufall auszusetzen, der Verfolgung zuentgehen. Auf Sanl's Versprechen konnte er nicht bauen. Ohnehinwar seine Lage unangenehm. Er war darauf angewiesen, von denBewohnern der Gegend, in der er umhcrstreifte, Lebensmittel fürsich und die Seinigen zu erbitten oder auch mit Drohungen zufordern. Meistens gewährten die Bauern und Hirten dieserGegend dem Bandenführer David freiwillig Lebensmittel, wenneinige seiner Leute sie einforderten. Aber es kam doch vor, daßHartherzige ihm Lebensmittel versagten, die er nicht entbehren konnte,wie es Nabal aus Karmel that, und so mußte er sich auf Brand-schatzung verlegen. Für den zukünftigen König von Israel war esaber eine schlechte Empfehlung, Erpressungen durch das Schwertgeübt zu haben. Auch hatte er bereits zwei Frauen, die klugeAbigail, Nabal's Wittwe, welche sich so hochherzig gegen ihnbenahm und ihn überhaupt so sehr bewunderte, daß sie nach demTode ihres Mannes gern in sein Zelt folgte, und eine andereAchinoam aus dem judäischen Jesreel^) wahrscheinlich die Tochtereines angesehenen Mannes im Gebiete seiner Streifereien. Er undseine Leute sehnten sich schon, des jahrelangen Abenteuerns müde,nach einer seßhaften Lebensweise. Um diese Aenderung herbeizu-führen, that David einen Schritt, der ihm Wohl große Ueberwindunggekostet hat, da er auf sein bisher fleckenloses Leben einen Schattenwarf. Er knüpfte abermals Unterhandlungen mit dem Philister-könig Achisch an, ihm Schutz in seinem Lande zu gewähren. Dieser,welcher die Unterjochung des israelitischen Volkes stets im Augebehielt und jede Gelegenheit dazu benutzte, ging darauf ein, stellteaber Bedingungen, gegen welche David's Vaterlandsliebe sich hättesträuben müssen, wenn seine Lage nicht unerträglich gewesen wäre.Diese Bedingungen waren: die eine, daß David mit Saul undseinem Vaterlande brechen und im Kriegsfall mit seiner Mannschaft
tz Das judäische Jesreel wird bei Jutta liegend genannt, und dieses liegtwestlich geneigt zwischen Ziph und Karmel.