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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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«seMcyle ver Zuven.

Frauen und Jungfrauen mit Gesang, Handpaukeu und Klangbeckenentgegen, führten Tänze auf und begrüßten ihn mit Freudenrausch alsSieger:Saul hat Tausende geschlagen, David aber

Zeh nt au sende". In Saul's Residenz selbst mag er mit dem-selben Jubel empfangen worden sein. Diese Ehrenbezeugungen,welche dem jungen Kriegshelden so volltönig und so schwärmerischentgegengebracht wurden, öffneten endlich Saul die Augen. Alsoder Bessere, welchen Gott zum König über Israel erwählen wird,womit Samuel ihn bedroht hatte, der Nebenbuhler, den er so sehrfürchtete, der ihm aber bisher nur als Traumbild erschienen war,er lebt, steht leibhaftig vor seinen Augen, er ist der Liebling desVolkes und sein eigner, er beherrscht alle Herzen! Es war einetieferschütternde Entdeckung für Saul.Mir geben sie nur Tausende,ihm aber Zehntausende, sie stellen ihn schon über mich, was fehltihm noch, um König zu werden?" Der Jubelruf der singendenund tanzenden Frauenchöre gellte ihm seit der Zeit in den Ohrenund erweckte das Drohwort des Propheten:Verworfen bist Duvon Gott". Bei dieser Entdeckung verwandelte sich Saul's Liebezu David sofort in Haßi) und erfüllte ihn mit Wahnsinn. Saulmuß starken Geistes gewesen sein, daß er nicht von des WahnsinnsNacht vollständig verdunkelt wurde, sondern sich stets wieder zurBesonnenheit aufraffen konnte.

Schon am darauffolgenden Tage nach David's Rückkehr vomSiegeszuge gerieth Saul in Raserei und schleuderte zweimal seinenSpeer gegen ihn, dem dieser nur durch ein geschicktes Ausweichenentging. Auch dieser fehlgeschlagene Wurf erschien Saul, so wie ihnder Wahnsinn verließ, als ein Zeichen, daß Gott selbst seinen Feindbeschützte. Von der Zeit an verlegte er sich auf List, seinen Neben-buhler zu beseitigen, weil er es nicht wagte, an den Liebling desVolkes Hand anzulegen. Aeußerlich zeichnete er David aus, ermachte ihn zum Anführer der Kerntruppe von Tausend Msllma'at),gab ihm den Auftrag, Fehden von größerer Tragweite und größerenGefahren zu führen, und bot ihm seine älteste Tochter Merab zurEhe an. Eine dieser scheinbaren Gunstbezeugungen, so hoffte Saul,würde doch dem Verhaßten sicheres Verderben bringen. Die TochterMerab war bereits an einen vornehmen Mann Adriel aus

p Das Wort -pa' oder in Sam. I, 18, 9, das weiter nicht vorkommt,ist nichts anderes als Vers 29.