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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Saul's Zug gegen Amalek.

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wohnten die Keniter^), ein midianitischer Stamm, welcher mitIsrael und besonders mit dem Stamme Inda in freundschaftlichemVerhältniß stand, aber auch als Nachbarvolk mit den Amalekiternbefreundet war. Als Saul mit seiner Schaar sich dem Gebieteder Amalekiter näherte, forderte er daher die Keniter auf, sich vonAmalek zu trennen, weil er, eingedenk der Dienste, die dieser Volks-stamm den Israeliten früher geleistet hatte, ihnen nicht gerne Leidzufügen mochte. Darauf sagten sich die Keniter von den Amalekiternlos; es war vielleicht eine verrätherische That der Untreue. Dadurchwurden diese geschwächt. Den Kampf selbst scheint Saul mitGeschicklichkeit und Tapferkeit geführt und den Feind in einen Hinter-halt gelockt zu haben. Dadurch gelang es ihm, ihn nachdrücklich zubesiegen. Er nahm die Hauptstadt (vielleicht Kadesch?) ein, tödteteMänner, Weiber und Kinder und nahm den gefürchteten KönigAgag gefangen. Nur ein Ueberrest rettete sich durch die Flucht indie benachbarte große Wüste2), welche nach Aegypten führt. ReicheBeute fanden die israelitischen Krieger im Lande der Amalekiter,welche diese auf ihren Raubzügen den wandernden Handelskarawanenauf dem Wege vom Euphrat nach Aegypten abgenommen hatten.Außerdem besaßen die Amalekiter zahlreiche Heerden von Kleinvieh,Rindern und Kameelen^). Diese Rcichthümer sollten, nach Samuel'sAnordnung, nicht benutzt, sondern vernichtet werden, es sollte selbstdie Spur von Amalek im Gedächtnisse vertilgt werden. Die Kriegermochten aber die reiche Beute nicht der Zerstörung preisgeben, sondernwollten sie als Lohn ihrer Anstrengung in die Heimath bringen.Saul, sonst so strenge, ließ die Erbeutung stillschweigend zu undübertrat damit des Propheten Anordnung. Er mag daran gedachthaben, vermittelst der reichen Beute den Wohlstand des Volkes zuheben, welches durch die Philister-Fehden so sehr verarmt war.

y Vergl. Note 10.

2 ) Folgt daraus, daß nach Samuel I, 30, l fg. die Amalekiter später nochZiklag überfallen haben.

3) Das. 16, 9 in den Worten Speisen oder Spcisevorräthe

und in Weinberge zu finden, konnte mir dem taktlosen griechi-

schen Uebersetzer einfallen. Was sollten die Israeliten mit den Weinbergenund den Speisen anfaugen? Konnten sie sie mitschleppcn? Statt muß

man lesen nnd sind und bleibenFettwidder".