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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

seien Eselinnen abhanden gekommen, und er sandte seinen Sohn inBegleitung eines Sklaven, sie zn suchen. Drei Tage wanderte dieserim Gebirge Ephraims umher, ohne sie zu finden. Schon war erim Begriffe unverrichteter Sache heimzukehren, als ihm sein beglei-tender Sklave zuredete, den Propheten Samuel aufzusuchen, derAlles wisse, und dessen Vorausverkündigungen unfehlbar einträfen.Saul hatte sich aber gescheut, denselben aufzusuchen, weil er nichtim Stande gewesen, dem Propheten ein Geschenk anzubieten. Alsihn aber der Sklave darüber beruhigt hatte, begab er sich zu Samuel und dieser hatte ihn bereits erwartet und war ihm sogar entgegen-gegangen. Denn der prophetische Geist hatte ihm verkündet: derMann aus Benjamin, welcher am darauffolgenden Tage bei ihmeintreffen werde, soll zum König erwählt werden, und dieser werdeIsrael von der Noth seitens der Philister retten. Auf Saul'sFragewo ist das Hans des Sehers," hatte der ihm entgegcngekommeneSamuel geantwortet:Ich bin es selbst," hatte ihn über die ver-lorenen Eselinnen beruhigt, ihn zum Opfermahle geladen und ihmeinen Theil vorgesetzt, der für ihn im Voraus bestimmt gewesen,und ihm endlich zugeflüstert, daß ihm die Königswürde zugedacht sei.Saul habe aber aus Bescheidenheit diesen Gedanken zurückgewiesen:Ich bin nur aus dem kleinsten Stamme und meine Familie dieGeringste in Benjamin." Samuel habe ihn nichts desto weniger denganzen Tag mit Auszeichnung behandelt, ihn noch über Nacht bei

p Die Orte, welche Saul beim Aussuchcn der Eselinnen Passirtc, sindschwer zu fixiren, da feste Anhaltspunkte fehlen. Soviel ist indeß gewiß, daßder Passus rw-.vx inu keine Specialisirnng einer Oertlichkeit, sondern

eine Einleitung zum Folgenden bildet: Er bewegte sich nur auf dem Terrain desGebirges Ephraim; dadurch ist nur das Gebirge Juda ausgeschlossen, von Jeru-salem südlich, wohin Einige Raum verlegen wollen. Sanl's Wanderungen gingenwohl in Kreuz und Quer, und daher sind die Punkte, die er berührt hat, unbe-stimmbar. Daher ist cs auch schwierig zu fixiren, welche Richtung er cinge-schlagen hat, um vom Orte der Zusammenkunft mit Samuel nach Gibca zu ge-langen. Allenfalls giebt dasGrab Rahel's" einen Anhaltspunkt, das unstreitigin der Gegend des benjaminitischen Raum gelegen hat. Samuel 1,10, 2ist kein Ort, sondern ein verschriebenes Verbum il^XX d. h.

Merkwürdig ist es, daß die syr. Version, die hier auch nicht Zclzach liest, zuS. II, 24, 14 statt wo Kisch's Familicngrabmal angegeben, hat.

Dagegen ist schwer anzugeben, wo rwni-x N 22 :

10, 5 zu suchen ist, wenn man nicht dafür -^ 2 ^ lesen will. S. Frankel-Graetz, Monatsschr. Jahrg. 1872, S. 67, 433 fg.