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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

möchten. Biele machten sofort Gebrauch von der Erlaubuiß undeilten davon. Die Zurückgebliebenen unterwarf Gideon einerPrüfung; er wollte nur die schnell Entschlossenen in den Kampfführen i). Er entließ die Langsamen, welche die Probe nicht be-standen, und behielt nur dreihundert Streiter. Mit diesen, die erin drei Abtheilungen den schlafenden Feind umringen ließ, griffer mit Hörnerklang, geschwungenen Brandfackeln und dem Kriegs-geschreiFür Gott und Gideon" das midianitische Lager an,und dieses, auf einen nahestehenden Angriff nicht vorbereitet, ge-rieth in Verwirrung. Die schlaftrunkenen Midianiter ranntengegen einander und ergriffen die Flucht, um den Jordan zwischen sichund den sie verfolgenden Israeliten zu haben. Die früher entlassenenisraelitischen Wehrmänuer, welche den Ausgang der Schlacht in derNähe des Gilboa abgewartet hatten, faßten jetzt Muth, auch ihrerseitsden fliehenden Feind zu verfolgen. Auch die Ephraimiten ermanntensich endlich zu den Waffen zu greifen und schnitten den Midianiternden Uebergang über den Jordan ab. Ihnen gelang es, zwei midia-nitische Fürsten, Oreb und Seeb auf der Flucht zu Gefangenenzu machen, deren Köpfe sie als Trophäen Gideon überbrachten.DerTag Midian's" blieb viele Jahrhunderte im Andenkendes Volkes 2), weil es einer Handvoll israelitischer Streiter gelungenwar, eine Ueberzahl von Feinden zu zerschmettern.

Um die Wiederholung der räuberischen Einfälle von diesenSchwarmstämmen zu vereiteln, verfolgte sie Gideon über denJordan, ohne sich und seinen müden, hungrigen und durstigenSchaaren auch nur eine kurze Rast zu gönnen. Den zwei midia-nitischen Königen, Zebach und Zalmona mit einem Rest desHeeres war es nämlich gelungen, an einer unbewachten Stelleüber den Jordan zu setzen, und sie hatten israelitische Gefangenemitgeschleppt. Gideon setzte ihnen über den Fluß nach. Für seinehungrigen Krieger verlangte er von den israelitischen Bewohnernder jenseitigen Stadt Sukkoth Brod, erhielt aber dafür einehöhnische Antwort. Dieselbe Theilnahmlosigkeit zeigten die Ein-wohner der Stadt Penuel und gaben ihm statt Brod ein Stichel-wort. Ohne sich aufzuhalten, setzte Gideon indeß den fliehendenMidianitern nach, welche in nördlicher Richtung dem Hauran-

Das. V. 6 ist v'iNN statt zu lesen.

2s Jesaia 9, 3; 10, 26.