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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Es war wohl ebenso sehr der Drang der Sehnsucht, wie einkünstlerischer Trieb, der ihn unwiderstehlich nach Palästina zog,um den weihevollen Stätten, welche die Unterlage und dieZeugen jener altehrwürdigen Begebenheiten gewesen, fürdie Schilderung dieser Begebenheiten die lokale Farbe undStimmung abzulauschen. Schon 1863 hatte er eine Palästina-fahrt geplant, aber erst im März 1872 konnte er, als sich zweiFreunde ihm anschlossen, den Plan ausführen. Da er dabeinur auf seine engen Privatmittel angewiesen war, auch aufseine Reisegefährten Rücksicht zu nehmen hatte, so konnte ihnwohl die dabei gewonnene wissenschaftliche Ausbeute nichtrecht befriedigen, er hatte indes gefunden, was zu suchen ereigentlich ausgezogen war; hatte er doch Eindruck, Schwungund Begeisterung heimgebracht. In schnellem Fluge veröffent-lichte er nun von 1874 ab hintereinander die zwei beziehungs-weise drei H ersten Teile über die biblische und vormakkabLischeZeitepoche und schloß 1876 die Kette seiner Geschichtsdarstellungab, indem er die ersten Glieder anfügend das Ganze krönte.Das Wort, mit dem er kühn hervorgetreten, als er 1864 mitdem vierten Band seine historische Laufbahn eröffnete,eineGeschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf dieGegenwart nach den Quellen neu zu bearbeiten", war jetztglänzend eingelöst. Ein Werk war vollendet, das großartigin seiner Konzeption, klar und durchsichtig in seiner Ausführung,fesselnd und anziehend in seiner Darlegung, den Weg zumHerzen seiner Glaubensgemeinde nicht verfehlt hat, über dasdie Gegenwart bisher noch nicht hinausgekommen ist, das derjüdischen Geschichtsschreibung die bleibenden orientierendenGrundlagen geschaffen hat. Durch die mancherlei kleinenSchlacken und Verfehlungen, wie sie ja jeder menschlichenArbeit anhaften, wird an dem Gesamteindruck nichts geändert;mögen auch vielfach im einzelnen die Tatsachen durch Er-schließung ungeahnter, verborgener Quellen korrigiert und be-reichert werden, auf die allgemeinen Gesichtspunkte, diepragmatischen Anschauungen, die bewegenden Ideen, wie ersie aus den schwer zu verfolgenden Zuflüssen und Abflüssen imStrvmlauf der jüdischen Geschichte erkannt und fixiert hat,

Der zweite Band hatte einen solchen Umfang genommen, daß erihn in zwei Abteilungen zerlegen mußte, von denen jede die stattliche Zahlvon fast 500 Seiten umfaßt.