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gebracht hat; dasselbe ist überhaupt Gemeingut der gesamtenGlaubensgenossenschaft geworden und wurde in alle Welt-sprachen übersetzt, ins Französische, ins Englische, ins Russische,und last not least, ins Hebräische*).
Die einzige Förderung, die Graetz dabei erfahren, gingvon einem Literaturverein aus, den vr. Ludwig Philippson,der genialste und fruchtbarste Journalist des Rabbinertumsund dazu ein ungewöhnliches, erfolgreiches Organisations-talent, 1855 unter dem Namen „Institut zur Förderungder israelitischen Literatur" ins Leben gerufen. Für einendurchaus mäßigen Jahresbeitrag wurden mehrere sehr guteBücher alljährlich geliefert, unter welchen allerdings meistein Geschichtsband von Graetz die Moe de rösistanvo bildete.Dadurch war seiner Geschichte von vornherein eine großeVerbreitung gesichert, anderseits aber wurde auch das „Institut"so wirksam durch die Graetzscheu Bücher getragen, daß dasselbe,als Graetz den letzten (elften) Band wegen Differenzen mitPhilippson aus diesem Verlag zurückzog, sich nicht lange mehrhalten konnte. Dahingegen hat es dem Historiker an zahl-reichen Anfeindungen, Eifersüchteleien und Nörgeleien nichtgefehlt. Man benützte ihn allenthalben und sekretierte ihnam liebsten. In der ersten Zeit namentlich mäkelte und meisterteman an seiner Arbeit herum, als wenn jeglicher Banause,der in seinem beschränkten Kreise als kenntnisreicher Talmudist
Die französischen, englischen und hebräischen Übersetzungen seinerGeschichte hat Graetz zumeist selbst überwacht und die Aushängebogen zumgrößten Teil durchgesehen. Die französische Übersetzung wurde von seinemFreunde M. Heß, einem sozialistischen Schriftsteller, dein Verfasser von „Romund Jerusalem", angefertigt. Der dritte Band wurde zuerst übersetzt underschien unter dem Titel „Sinai und Golgatha" (Paris 1867). Daraus folgteder sechste mit der Bezeichnung „üos stuiks ck'Lvpußns". Der Krieg von1870 hatte die deutschen und französischen Juden einander überaus entfremdet,so daß die Fortsetzung des Werkes abgebrochen wurde und erst in den achtzigerJahren wieder ausgenommen werden konnte. Bei der englischen Über-setzung wurde mit dem vierten Band begonnen (New-Hork 1873). Über-setzer war James K. Gutheim auf Veranlassung der zweiten ^rnsrios-n.Isuivli kublioution Looist^. Als Graetz im Jahre 1887 London besuchte,wurde die englische Übersetzung des ganzen Werkes von dort aus in Angriffgenommen und durchgesührt. Sowohl die französische wie die englischeÜbersetzung bildeten zugleich eine Umarbeitung des deutschen Originals,indem Graetz nicht bloß die Resultate der neuesten Forschungen hincin-geslochtcn, sondern auch der Geschichte der Juden desjenigen Landes, indessen Sprache die Übersetzung erfolgte, eine besondere Berücksichtigung zu-wandte. Die hebräische Übersetzung wurde zuerst von Kaplan und dann vonRabbinowiez besorgt.