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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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mut überströmen und selbst das Gottvertrauen, das sonst durchdiese Blätter innig und hoffnungsvoll haucht, zu erlahmenscheint. Trost suchte er in vielfachen, kleinen Ausflügen nachden Nachbarstädten, in der Abfassung einer hebräischen Bio-graphie der Mischnahlehrer unter dem Titel innbidU)und, wie es scheint, in der Lektüre der Kirchenväter. Beieinem derartigen Ausflug anläßlich der Verlobung einesJugendfreundes fiel sein Auge auf die Schwester der Braut,ein blutjunges Mädchen, welches sein Wohlgefallen erregte unddazu bestimmt war, auf sein Leben einstmals einen heilsamen,entscheidenden Einfluß zu gewinnen; in seiner Verstimmunghatte ihn der Eindruck wohltuend berührt, ohne daß er der-malen an irgend welche weitere Konsequenzen dachte. Gegen1^/2 Jahre, bis zum Juli 1842, verblieb er in Ostrowo aufseinem Posten, bis ein läppischer Zwischenfall das wenig er-quickliche Verhältnis in nicht ganz freundlicher Weise löste.

Nun aber gings nach Breslau zur Universität zu derenBesuch Graetz, da er keine Maturitätsprüfung abgelegt hatte,die ministerielle Erlaubnis nachsnchte und erhielt. Im Oktober1842 erfolgte seine Immatrikulation , und mit ehrerbietigerScheu und Spannung betrat er, der Autodidakt, die mysteriösenHörsäle der strengen Wissenschaft, um sie kopfschüttelnd überdie vernommene Weisheit meist enttäuscht und unbefriedigtzu verlassen. Es war ein so reicher und vielseitiger Wissensstoff,über den er schon damals verfügte, als er die Universität bezog,wie dies sonst naturgemäß nicht der Fall zu sein Pflegt; unddieses Wissen war zwar nicht schulgemäß hergerichtet und ab-gerundet, trotzdem aber in sich geschlossen und kristallisiertebereits um einen festen Mittelpunkt. In der Tat hatte erseine eigentlichen Lehrjahre schon hinter sich; auch seine Ge-reiftheit in Anschauung und Urteil läßt sich nicht verkennen.Tie verschiedenartigsten Vorlesungen, geschichtliche, philo-sophische, orientalische, selbst physikalische wurden von ihmwährend seiner Universitätszeit besucht, ohne daß tiefere Spurenwahrzunehmen sind, welche sie in seinem Geiste zurückgelassen.Selbst der Professor B e r n st e i n , ein Orientalist von an-sehnlichem Ruf, der ihn zu engerem Verkehr heranzog, verstand

i) Dies: Biographien sind nicht gedruckt worden, und auch die Hand-schrift war nicht aufzufmdcn. -