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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
610
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Schritte weit in dem Wasser fort, das nur knietief war, und derEile seiner Verfolger ein eben so großes Hinderniß in den Weglegte, wie der seinigen. Sobald ein günstiger Platz sich zeigte,stürzte er sich durch die Linie des Gebüsches und eilte in die offe-nen Wälder.

Einige Büchsen wurde» auf Wildtödtcr abgeseuert während erim Wasser war, und noch mehrere folgten, als er auf das ver-gleichungsweise ihn mehr bloßstellende Gebiet des eigentlichen Wal-des kam. Aber die Richtung der Linie, in der er floh, welchetheilweise die des Feuers kreuzte, die Hast, mit welcher gezieltwurde, und die allgemeine Verwirrung, welche im Lager herrschte,dieß Alles machte, daß er unversehrt blieb. Kugeln pfiffen an ihmvorbei, und manche rissen neben ihm Zweige von den Bäumen,aber keine streifte auch nur seine Kleider. Der durch diese frucht-losen Versuche verursachte Verzug war von großem Nutzen fürden Flüchtling, der selbst den Vordersten der Huronen mehr alshundert Schritte Vorsprung abgewonuen hatte, ehe irgend eineOrdnung und Nebereinstimmnng einer Verfolgung kam. Ihn mitder Büchse in der Hand zu verfolgen, davon konnte keine Redesepn, und die besten Läufer unter den Indianern, nachdem sie ihreGewehre abgefeuert, in unbestimmter Hoffnung, den entlaufenenGefangenen zu verwunden, warfen sie weg, und riefen den Wei-bern und Knaben zu, sie so schnell als möglich aufzunehmen undwieder zu laden.

Wildtödter erkannte das Verzweifelte des Kampfes, in dem erbegriffen war, zu gut, um auch nur Einen der kostbaren Augen-blicke zu verlieren. Er wußte auch, daß seine einzige Hoffnungdarauf beruhte, daß er geradeaus lief, denn sobald er sich wandteoder umbog, machte die überlegene Zahl der Verfolger sein Ent-kommen unmöglich. Er verfolgte daher seinen Weg in schrägerRichtung die Anhöhe hinan, die weder sehr lang noch sehr steilwar auf dieser Seite des Berges, aber doch mühsam genug für