l,oup 6ervior, von dem man wußte, daß er non der Hand desGefangenen gefallen war. Natürliche Wildheit hielt den Einenumstrickt und gefesselt, während die nagende Leidenschaft der Rach-gier die Andere hinderte, im Augenblick sanftere Gefühle anfkom-men zu lassen. Nicht so Nivenoak. Dieser Häuptling stand auf,streckte seinen Arm vor sich aus, mit einer Bewegung der Höflich-keit, und machte dem Gefangnen sein Compliment mit einer Ge-wandtheit und Würde, um die ihn ein Fürst hätte beneiden dürfen.Da seine Weisheit und Beredsamkeit unter dieser Bande zugestan-denermaßen keinen Nebenbuhler hatten, erkannte er, daß ihmschicklich die Pflicht znficl, die Rede des Bleichgesichts zuerst zubeantworte».
„Bleichgesicht, Ihr seyd redlich," sagte der huronische Redner.„Mein Volk ist glücklich, daß es einen Mann gefangen hat, undnicht einen schleichenden Fuchs. Wir kennen Euch jetzt, wir werdenEuch als einen Tapfer» behandeln. Wenn Ihr Einen unsrerKrieger getödtet, und geholfen habt. Andere zu tödten, so seyd Ihrdafür Euer eignes Leben zum Ersatz zu geben bereit.) Einige meinerjungen Männer dachten, das Blut eines Bleichgesichts würde zudünn sehn, und sich weigern, unter dem Messer der Huronen zufließen. Ihr wollt ihnen zeigen, daß dem nicht so ist. Euer Herzist stark wie Euer Körper. Es ist eine Freude, einen solchen Gefange-nen zu machen; sollten meine Krieger sagen, der Tod des 6er-vier dürfe nicht vergessen werden, und er könne nicht allein wandernin'ö Land der Geister, sein Feind müsse ihm nachgeschickt werden,um ihn cinzuholen: so werden sie doch bedenken, daß er von derHand eines Tapfer» fiel, und Euch ihm nachschicken mit solchenZeichen unsrer Freundschaft, daß er sich Eurer Gesellschaft nichtschämen wird. Ich habe gesprochen; Ihr wißt, was ich gesagt habe."
„Wahr genug, Mingo, Alles wahr wie das Evangelium,"versetzte der unbefangene Jäger; „Ihr habt gesprochen, und ichweiß nicht nur, was Ihr gesagt habt, sondern was noch wichtiger