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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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eignen persönlichen Erscheinung;ich habe bemerkt, daß die hübsche-sten Krieger gewöhnlich die am besten aussehcnden Mädchen desStammes zu Weibern bekommen; und Schlange drüben, der manch-mal wundervoll sich ausnimmt in seiner Bemalung, ist der allge-meine Liebling bei allen jungen Delawarinnen, obgleich er selbstsich an Hist hält, als wäre sie die einzige Schönheit auf der Welt!"

Es mag so seyn bei den Indianerinnen, aber bei WeißenMädchen ist es ganz anders. Wenn nur der junge Mann einengeraden und männlichen Körper hat, der verspricht, er werde einWeib zu schützen im Stande seyn, und den Mangel fern vom Hausezu halten, fragen sie nicht weiter nach dem Aussehen. Niesen wieHurry mögen wohl zu Grenadieren taugen, aber gelten Wenig alsLiebhaber. Dann, was das Gesicht betrifft, eine ehrliche Miene,eine, die für das Herz innen bürgt, ist Mehr Werth, als Züge oderFarbe, oder Augen, oder Zähne, oder solche Kleinigkeiten. Dieletzter» mögen wichtig seyn bei Mädchen, aber -Wer denkt daranbei einem Jäger, oder Krieger, oder Ehemann! Wenn es so ein-fältige Weiber gibt, so gehört Judith wenigstens nicht darunter."

Nun, das ist wunderbar! Ich dachte immer, Schöne habenGefallen an Schönen, wie Reiche an Reichen!"

Es mag so seyn bei den Männern, Wildtödtcr, aber es istnicht immer so bei uns Frauen. Wir haben Gefallen an Männernvon tüchtigem Herzen, aber wir wünschen sie bescheiden zu sehen,sicher auf einer Jagd oder auf dem Kriegspfad, bereit für dasRechte und Gute zu sterben, und unfähig, dem Unrecht nachzugeben.Vor Allem verlangen wir Ehrlichkeit Zungen, die sich nichtdazu brauchen lasse», zu sagen, was das Herz nicht meint, undHerzen, die ein Wenig für Andere fühlen, so gut wie für sich selbst.Ein treuherziges Mädchen könnte für einen solchen Gatten sterben,während der prahlerische und doppelzüngige Bewerber dem Augenachgerade so verhaßt wird, wie er dem Gemüthe ist."

Judith sprach mit Bitterkeit, und mit ihrem gewöhnlichen