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entweder nsittelst der Regungen dieses Herzens, oder auch in nochunmittelbarerer Weise. Im gegenwärtigen Fall war schon dererste Spruch: Muß nicht der Mensch immer im Streiteseyn auf Erden?' auffallend und zutreffend; und wie Hettyweiter las, fand Hutter manche Sätze und Bilder ans seinen eignenZustand im leiblichen und geistlichen Sinne bezüglich, oder glaubtewenigstens, solche Beziehungen zu finden. Wenn das Leben raschdahin fiuthet, klammert sich der Geist begierig an jede Hoffnung,wofern er nicht ganz non Verzweiflung niedergedrückt ist. Diefeierlichen Worte: .Habe ich gesündigt, was soll ich dirthun, du Menschenhüter? Warum machst du mich, daßich auf dich stoße, und bin mir selbst eine Last?' ergriffenHutter noch lebhafter als die andern: und obgleich zu dunkel, alsdaß ein Mann von seinen abgestumpften Gefühlen und seinemschwerfälligen Geist sie in ihrem rollen Sinn hätte fühlen oderfassen können, fanden sie doch eine so unmittelbare Anwendung aufseinen Zustand, daß er davon heftig betroffen wurde.
„Fühlt Ihr Euch jetzt nicht besser, Vater?" fragte Hetty,das Buch zumachend. „Mutter fühlte sich immer besser, wenn siein der Bibel gelesen."
„Wasser!" versetzte Hutter hierauf; „gib mir Wasser, Judith.Ich bin nur begierig, ob meine Zunge immer so heiß bleiben wird!Hetty, steht nicht auch Etwas in der Bibel von dem Kühlen derZunge eines Mannes, der in den Flammen der Hölle Pein litt?"
Judith wandte sich entsetzt ab; Hetty aber suchte eifrig denAbschnitt, den sie dem von seinem Gewissen gequälten Opfer seinerhabgierigen Anschläge laut vorlas.
„Das ist es, arme Hetty; ja das ist es. Meine Zunge be-darf jetzt der Kühlung; wie wird es drüben seyn?"
Diese Frage machte selbst die vertrauensvolle Hetty stumm,denn sie hatte für eine so verzweiflungsschwere Frage keine Ant-wort bereit. Wasser, so lange es dem Leidenden Erleichterung