Druckschrift 
12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
318
Einzelbild herunterladen
 

318

Tannenholzscheit, das auf dem Heerde lag, und von dem alles Lichtim Zimmer ausging, und überzeugte sich, daß die Enden der sämmt-lichen Stecke» in Blut getaucht waren.

Wenn das nicht gut Englisch ist," sagte der trotzige Grenz-mann,so ist es doch gut Indianisch! Da haben wir was siedrunten in Dort eine Kriegserklärung nennen, Judith. Wie kamtIhr zu diesem Zeichen der Herausforderung, Wildtödter?"

j,Einfach genug.'s Es lag vor noch nicht einer Minute aufFloating Tom's^Thvrliof, wie Ihr es nennt.Ä

^Wie kam es dahin? Es fiel doch nicht aus den Wolken,Judith, wie manchmal kleine Kröte», und dann regnet es auchnicht. Ihr müßt darthun, woher es kommt, Wildtödter, sonstargwöhnen wir einen Anschlag, Leuten Angst einzujagen, die längstihren Verstand verloren hätten, wenn Furcht ihn verscheuchen könnte."

Wildtödter hatte sich einem Fenster genähert und warf einenBlick hinaus ans den dunkel daliegendcn See. Zufrieden scheinendmit dem, was er geschaut, trat er zu Hnrry, nahm den BündelStecken in seine Hand, und besichtigte sie genaich

Ja, es ist eine indianische Kriegserklärung, (ganz gewiß,"sagte er,und cs ist ein Beweis, wie wenig Ihr gewöhnt seydan den Weg, den sie gemacht hat, Hnrry March, daß sie hieherkommen konnte, ohne daß Ihr die Art und Weise begreift. DieWilden mögen Euch den Skalp auf dem Kopf gelassen, aber siemüssen Euch die Ohren abgeschnitten haben; sonst hättet Ihrdas Rauschen des Wassers gehört, das der Junge verursachte, alser wieder auf seinen zwei Baumstämmen herfuhr. Sein Auftragwar, diese Stecken vor unsre Thüre zu werfen, was so viel sagenwill: wir haben seit dem Handel in den Kriegspfahl gehauen, undunser Nächstes wird seyn, auf Euch cinzuhaucn."

Die herumstreichenden Wölfe! Aber seicht mir die Büchse,Judith,, schwill ich den Vagabunden-durch ihren Boten eine Ant-wort schicken."