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über seinen kaltblütigen Gegner, daß er einem Bleichgesicht in derKundgebung von Gleichgültigkeit und Selbstbeherrschung den Siegüber einen indianischen Häuptling überlassen hatte. Als er anstng,seinen Floß von der Plattform wcgznrudern, wurde sein Gesichtfinster und seine Augen glühten, während er dennoch ein frennd-lichesLächcln und eine Geberde der Höflichkeit zum Abschied erzwang.
Es bedurfte eine kleine Weile, die ^is inerllno der Baum-stämme zu überwinden, und während dieß der Indianer zu Standebrachte, der eine stumme Rolle gespielt, schritt Nivcnoak über dieTanncnzwcige, welche zwischen den Stämmen lagen, in schweigendemIngrimm hin, und betrachtete mit scharfem Auge während dem dasCastell, die Plattform und die Person seines unterhandelnden Geg-ners. Einmal sprach er in leisem Tone, aber rasch mit seinemBegleiter, und er scharrte mit den Füßen in den Zweigen, wie einungeduldiges, stätigeS Thier. In diesem Augenblick war die Wach-samkeit Wildtödter's etwas erlahmt, denn er saß da, nachsinnendüber die Art und Weise, die Unterhandlung wieder zu erneuen, ohneder andern Partei zu viel Borthcil cinzuräumen. Vielleicht warcs ein Glück für ihn, daß das lebhafte und glänzende Auge Judith'sso wachsam war wie immer. In dem Augenblick, wo der jungeMann am wenigsten auf seiner Hut, und sein Feind am wachsamstenund laucrndsten war, rief sie Jenem mit warnender Stimme, sehrzur rechte» Zeit Lärm machend, zu:
„Scyd auf Eurer Hut, Wildtödler. Ich sehe durch das Fern-glas Büchsen über den Tannenzwcigcn, und der Irokese macht siemit dem Fuße los!"
Es schien fast, als hätte der Feind seine List so weit getrieben,sich eines Unterhändlers zu bedienen, der Englisch verstand. Diebisherige Besprechung hatte in seiner Sprache stattgefnnden, aberans der Art, wie seine Füße plötzlich in ihrer vcrrätherischen Be-schäftigung inne hielten, während zugleich auf dem Gesicht Rivenoak'sder trotzige Grimm in ein Lächeln der Höflichkeit sich verwandelte,Der Wildlödter. 3. Aufl. 20