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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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ließ, hatte einen Reiz für das Mädchen; und obgleich sie erröthete,und einen Augenblick ihre Augen Flammen sprühten, konnte sie esdoch nicht über's Herz bringen, einem Menschen wirklich zu zürnen,dessen Seele ganz Wahrheit und männliches Wohlwollen schien.Ihre Mienen sprachen allerdings Borwürfe aus; aber sie unter-drückte die Lust, auch in Worte» sie ihn fühlen zu lassen, und siezwang sich glücklich, mild und freundlich zu antworten.

Ihr müßt alle Eure günstigen Ansichten für die delawari-schen Mädchen aufsparen, Wildtödter, wenn Ihr im Ernst so vondenen Eurer eignen Farbe denkt," sagte sie, sich zum Lachenzwingend.Aber stellt mich auf die Probe! wenn Ihr findet, daßes mir um Band oder Feder, um Seide oder Monsseline Leid thut,dann mögt Ihr von meinem Herzen denken was Ihr wollt, undsagen was Ihr denkt!"

Das ist gerecht! das Seltenste ans Erden zu finden ist einwahrhaft gerechter Mensch. So sagt Tamenund, der weiseste

Prophet der Delaware»; und so müssen Alle denken, die Gelegen-heit haben, die Menschen zu sehen, mit ihnen zu sprechen undunter ihnen zu handeln. Ich liebe einen gerechten Mann,

Schlange; seine Angen sind nie mit Dunkel bedeckt gegen seineFeinde, während sie ganz Sonnenschein und Glanz sind gegenseine Freunde. Er gebraucht die Vernunft, die ihm Gott gegeben,und er gebraucht sie mit dem Gefühl, daß er dazu bestimmt undverpflichtet ist, die Dinge so anzusehen und zu erwägen, wie siesind, und nicht wie er sie haben möchte. Es ist leicht genug,Menschen zu finden, die sich selbst gerecht nennen; aber es istaußerordentlich selten, Solche zu finden, die es in der That undWahrheit sind. Wie oft habe ich Indianer gesehen, Mädchen, dieda glaubten, sie hätten Etwas ganz dem Willen des GroßenGeistes Angenehmes im Auge, wenn sie in Wahrheit nur beflissenwaren, nach ihrem eignen Willen und Vergnügen zu handeln, unddas gar oft bei einer Versuchung zum Fehltritt, die sie selbst so