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«in ungewöhnlich scharfer Beobachter hätte die Anzeichen ihrerGeistesschwäche in der Sprache ihrer manchmal leeren und irrenAugen entdecken können; aber es waren Zeichen, welche eher dasMitgefühl anzogen durch ihre gänzliche Arglosigkeit und Treuher-zigkeit, als irgend eine andere Empfindung erweckten. Der Eindruck,den sie ans Hist machte — um uns dieser Dollmetschnng des Na-mens zu bedienen — war günstig; und einer Aufwallung vonZärtlichkeit folgend, schlang sie ihre Arme um Hetty, und drücktesie an sich mit esiner gewaltsamen Rührung, die so natürlich alswarm war.
„Du gut," flüsterte die junge Indianerin; „Du gut, ichwissen; es so lang, daß Wah-ta!-Wah keine Freundin gehabt —keine Schwester — Niemand, ihr Herz auszusprechen; Du Hist'SFreundin; ich nicht Wahrheit sagen?"
„Ich habe nie eine Freundin gehabt," antwortete Hetty, diewarme Umarmung mit ungeheucheltem Ernst erwicdernd. „Ichhabe eine Schwester, aber keine Freundin. Judith liebt mich, undich liebe Judith; aber das ist natürlich, und wie es uns die Bibellehrt; aber ich hätte gern eine Freundin! Ich will EureFreundin seyn von ganzem Herzen; denn ich liebe Eure Stimmeund Euer Lächeln, und Eure Denkweise in allen Dingen, ausge-nommen was die Skalpe —"
„Nicht mehr daran denken — Nichts mehr von Skalpen sagen,"unterbrach sie begütigend Hist; „Ihr Bleichgesicht, ich Rothhaut;wir nach verschiedener Art erzogen. Wildtödter und Chingachgookgroße Freunde, und nicht von derselben Farbe; Hist und — wasEuer Name, hübsches Bleichgesicht?"
„Ich bin Hetty genannt, obwohl, wenn sie den Namen in derBibel bnchstabircn, so spreche» sie ihn immer Esther."
„Was das machen? — Nichts nützen und nichts schaden.Gar nicht nöthig, Name» zu bnchstabircn. Mährischer Brn-.dcr versucht, Wah-ta!-Wah buchstabiren zu lehren, aber es nicht