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indianischen Schönheit zugetheilt, stieg ihr doch das beredte undverrätherische Blut noch lebhafter ins Gesicht, so daß die Rüthsihren kohlschwarzen Augen noch mehr Leben und Feuer des Geistesverlieh. Einen Finger aufhebend wie mit warnender Geberde, ließsie ihre schon so sanfte und süße Stimme zu einem Flüstern herab-sinken, als sie das Gespräch sortsetzte.
„Chingachgook!" versetzte das delawarische Mädchen, de»barten Namen in so sanften Gutturaltönen seufzend oder hauchend,daß er das Ohr ganz melodisch berührte. „Sein Vater, Nnkas —großer Häuptling der Mohikani — der Nächste nach altem Tamen-und! Mehr als Krieger, nicht so viel graues Haar, und wenigerbeim Rathsfeuer. Ihr Schlange kennen?"
„Er stieß gestern Abend zu uns, und war in der Arche mitmir zwei oder drei Stunden lang, ehe ich sie verließ. Ich fürchte.Hist —" Hctty konnte den indianischen Namen ihrer neuen Freundinnicht aussprechen, aber da sie von Wildtödter diese vertrauliche Be-nennung gehört hatte, bediente sie sich derselben ohne irgend eineder Bedenklichkeiten des civilisirten Lebens — „ich fürchte. Hist, eristaufSkalpe ausgegaugcn, ebenso wie mein armer Vater und Hurry Harry!"
„Warum er denn nicht sollen, he? Chingachgook rothcr Krieger,sehr roth — Skalpe seine Ehre sehn — er gewiß gemacht!"
„Dann," versetzte Hetty ernst, „wird es von ihm so ruchlosseyn wie bei einem Andern. Gott wird einem rothen Mann nichtverzeihen, waö er einem Weißen nicht verzeiht."
„Nicht wahr!" versetzte das delawarische Mädchen mit einerWärme, die beinahe an Leidenschaftlichkeit grenzte. „Nicht wahr!sag' ich Euch! Der Manitou lächeln und Wohlgefallen haben, wenner sieht jungen Krieger heimkehren vom Kriegspfad mit zwei, zehn,hundert Skalpen auf einem Pfahle! Chingachgook's Vater Skalpeerbeutet — Großvater Skalpe erbeutet — alle alten HäuptlingeSkalpe nehmen; und Chingachgook selbst so viele Skalpe nehmen,als er tragen kann!"