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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Erfüllung dieser Pflicht legte sie sich nieder und schickte sich zumSchlummer an. Die Kleidung des Mädchens, obwohl der Jahrs-zeit entsprechend, war für alle gewöhnliche Vorkommnisse warmgenug; aber der Wald ist immer kühl und die Nächte in diesemhöher gelegenen Landstrich waren immer von einer Frische, welchedie Kleidung nothwendiger machte, als gewöhnlich der Fall ist indem Sommer eines tiefen BreitegradeS. Dieß war von Hettyvorausgeschen worden und sie hatte einen groben, schweren Mantelmitgenommen, der, ans den Körper gebreitet, alle nützlichen Diensteeines Teppichs leistete, To geschützt sank sie in wenigen Minutenin einen Schlaf, so ruhig, als würde sie bewacht von dem sorg-lichen Schutzgcist der Mutter, die erst so kurz auf immer von ihrgenommen worden war, und es war in diesem Punkt ein höchstergreifender Contrast zwischen ihrem armen Lager und dem vonSchlummer geflohenen Kiffen ihrer Schwester,

Stunde ans Stunde verstrich da in so ungestörter Ruhe, undso süßem Schlaf, als ob eigens damit beauftragte Engel um dasLager der Hetty Hutter wachten. Nicht einmal öffneten sich ihresanften Augen, bis die grauende Dämmerung kämpfend durch dieWipfel der Bäume brach, auf ihre Augenlieder fiel, und vereintmit der Kühle eines Sommermorgens, die gewöhnliche Anmahnungznm Erwachen gab. 2n der Regel war Hetty ans, ehe die Strahlender Sonne die Gipfel der Berge berührten; aber dießmal war ihreErschöpfung so groß, und ihr Schlaf so tief gewesen, daß die ge-wohnten Aufforderungen und Zeichen ihre Wirkung nicht thaten.Das Mädchen murmelte in ihrem Schlaf, streckte einen Arm aus,lächelte so sanft wie ein Kind in der Wiege, schlummerte aberfort. Bei dieser unbewußten Bewegung siel ihre Hand auf einenwarmen Gegenstand, und in dem halbbewnßten Zustand, worin siesich befand, brachte sie diesen Umstand mit ihrem gewohnten Lebenin Verbindung. Im nächsten Augenblick ward sie derb von derSeite angegriffen und gestoßen, wie wenn ein wühlendes Thier