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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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wenn Ihr das Canoe für Euer Eigcnthum haltet. Jedoch, sehenist glauben, und wir wollen an den Strand hinunter gehen, woIhr mit eignen Angen schauen könnt! denn wahrscheinlich werdetIhr Euch nicht entschließen, den meinigcn nicht ganz zu vertrauen." '

Der Indianer ließ seinen LieblingsauSrnf: ,G»t!" vernehmen,und dann schritten ste neben einander der Küste zn. In dem Be-nehmen Beider war kein Mißtrauen sichtbar; der Indianer gingvoran, als wollte er seinem Begleiter zeigen, daß er sich nichtfürchte, ihn in seinem Rucken zu haben. Als sie den freien Platzerreichten, deutete jener auf Wildtödters Boot und sagte mitNachdruck:

Das nicht mein Bleichgesichts Canoe; nicht rothenMannes. Will nicht andrer Leute Canoe will nur mein eignes."

Ihr seyd im Jrrthum, Rothhant, Ihr seyd ganz im Jrrthum.Dieß Canoe war in des alten Hutters Verwahrung und ist sein,nach allen Gesetzen und Rechten, rothen oder Weißen, bis derEigenthümer kommt, es zu fordern. Da sind die Sitze und dieFügung der Barke, die für sich selbst sprechen. Kein Mensch hatje gesehen, daß ein Indianer solche Arbeit gemacht."

Gut. Mein Bruder wenig alt dicke Weisheit. Indianeres nicht machen. Weißen Mannes Arbeit."

Ich bin froh, daß Ihr so denkt, denn die Behauptung desGegentheils hätte böses Blut zwischen uns gemacht; denn freilichhat Jeder das Recht, von dem Seiuigcn Besitz zu nehmen.Ich will nur gleich das Canoe hinansschicben ans dem Bereichdes Streites, als der kürzeste Weg, Schwierigkeiten ins Reinezu bringen."

Unter diesen Worten setzte Wildtödter einen Fuß auf das Endedes leichten Bootes, gab ihm einen kräftigen Stoß, und trieb esdamit hundert Fuß weit oder mehr in den See hinein, wo es indie rechte Richtung kommend, uothwendig an dem Landvvrsprungvorbeischwimmeu mußte, und nicht mehr in Gefahr kam, die Küste