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dem Maß, als sie sich ihrer Schwächen bewußt sind; „da ich nochnie eine Probe bestanden, will ich diese abwarten, ehe ich mirselbst eine Meinung bilde; und dann hat man Gewißheit, stattunbestimmter Vermuthungen. Ich habe von Solchen gehört, dievor der Schlacht herzhaft waren und darin wenig leisteten; undauch von Solchen, die zuwarteten, um ihren Muth kennen zulernen, und die bei der Probe fanden, daß sie nicht so übel waren,als Manche erwarteten."
„In jedem Fall wissen wir, daß Ihr ein Ruder zu handhabenversteht, junger Mann," sagte Hutter, „und das ist Alles, waswir heute Nacht von Euch verlangen. Laßt uns keine Zeitmehr verlieren, sondern in das Canoe treten und handeln, stattzu schwatzen."
Hutter ging nun rasch daran, seinen Plan ausznführen, undbald war das Boot bereit, und Hurry und Wildtödter an denRudern. Ehe jedoch der alte Manu selbst sich ein schiffte, hielt ereine Besprechung von einige» Minute» mit Judith, zu welchemBehuf er in das Haus ging; dann zurückgekehrt, nahm er seinenPlatz in dem Canoe ein, das im nächsten Augenblick von derArche abstieß.
Wäre in der einsamen Wildniß ein Gott errichteter Tempelgewesen, so hätte seine Uhr die Mitternachtsstunde geschlagen, alsdie kleine Gesellschaft ihren Zug antrat. Das Dunkel hatte zuge-nommen, obwohl die Nacht noch klar war, und das Licht derSterne reichte hin für alle Absichten der Abenteurer. Hutterallein wußte die Orte, wo die zwei Canoes versteckt waren, under lenkte die Richtung des Bootes, während seine beiden athleti-schen Genossen ihre Nnderschaufeln mit gehöriger Vorsicht ein-tauchten und emporhoben, damit nicht die dadurch verursachtenLaute in der Stille der tiefe» Nacht über den friedliche» Wasser-spiegel hin das Ohr ihrer Feinde erreichten. Aber die Barke warso leicht, daß keine außerordentlichen Anstrengungen nöthig waren,Der Wilttödter. 3. Slufl. 8