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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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gelöst, n»d durch Ziehen an dem Taue ward die schwerfällige Masselangsam aus dem Versteck herausgcwunden. Sobald sie von denHemmungen durch die Zweige frei war, glitt sie in den Fluß, ganzdicht an dem westlichen Ufer hinstreifend, vermöge der Gewalt derStrömung. Keine Seele an Bord hörte das Prasseln der Zweige,als die Cajüte an den Büschen und Bäumen des westlichen Ufersanstieß, ohne ein Gefühl von Unbehagen; denn Niemand wußte,in welchem Augenblick oder an welcher Stelle ein versteckter, mör-derischer Feind sich zeigen dürfte. Vielleicht trug das dämmerndeLicht, das noch durch das Laubdach oben sich durchkämpfte, oderseinen Weg durch die schmale, bandartige Oeffnung fand, welche inder Lust oben den Lauf des nuten strömenden Flusses zu bezeichnenschien, dazu bei, den Anschein von Gefahr zu vermehren; denn eswar fast nur eben hinreichend, die Gegenstände sichtbar zu machen,ohne auf Einen Blick ihre Umrisse erkennen zu lassen. Obgleichdie Sonne noch nicht ganz untergegangen war, hatte sie doch ihreunmittelbaren Strahlen vom Thal zurückgezogen; und die Tintendes Abends begannen schon die unbedeckt liegenden Gegenständezu überschweben, während, was in, Schatten der Wälder lag, da-durch noch trüber und düsterer wurde.

Keine Unterbrechung jedoch störte die Bewegung der Arche,und während die Männer fortwährend an dem Tau zogen, rücktesie stetig aufwärts; die große Breite der Fähre ließ sie nicht tiefins Wasser einsinken und machte, daß sie der Strömung des raschenElements, das unter ihr hinfloß, keinen großen Widerstand ent-gegensetzte. Auch hatte Hutter eine Vorsichtsmaßregel angewendet,die ihn die Erfahrung gelehrt, die einem Seemann Ehre gemachthätte, und gänzlich die Hindernisse und Widerwärtigkeiten besei-tigte, welche ihnen sonst ans de» kurzen Windungen des Flussesentstanden wären. Beim Hinabfahren der Arche wurden großeSteine, an das Tau befestigt, mitten im Fluß versenkt, und bilde-ten Lokalanker, deren jeder vor dem Schleppen mittelst der weiter