bescheiden«» aber ernstem Wesen. „Habt Ihr Einen gesehen? undkönnt Ihr ihre Benialnng beschreiben?"
„Ich bin ans Anzeichen gestoßen, daß sie in der Nähe sind,habe aber Keinen gesehen. Ich war eine Meile oder so stromab-wärts, um nach meinen Fallen zu sehen, als ich auf eine frischeSpur stieß, welche über das Ende eines Morastes ging nnd nachNorden zu wies. Der Mann war noch nicht eine Stunde desWeges gekommen, und ich erkannte die Fußtapfe als die einesIndianers an der Gestalt des Fußes und der Zehen ^selbst nochehe ich einen vertragenen Moccasin fand, den der Eigenthümer alsunbrauchbar weggeworfen. Und dann fand ich die Stelle, wo erHalt machte, um sich einen neuen zu verfertigen, nur ein paarSchritte von dem entfernt, wo er den alten wcggewvrfen."
„Das sieht einer Nothhaut auf dem Kriegspfad nicht sonder-lich gleich!" versetzte der Andre mit Kopfschüttcln. „Ein erfahrnerKrieger 'wenigstens hätte solche Anzeichen seiner Wanderung ver-brannt, oder begraben, oder im Fluß versenkt; und Eure Fährteich höchst wahrscheinlich eine ganz friedliche. Aber der Moccasindürfte mich vielleicht sehr beruhigen, wenn Ihr daran gedacht habt,ihn mitzunchmen. Ich bin selbst hieher gekommen, um einenjunge» Häuptling zu treffen; und sein Weg läge so ziemlich in dervon Euch bezeichnet«, Richtung. Vielleicht waren die Fußtapfenvon ihm."
„Hurry Harrp, Ihr seyd, hoff' ich, genau bekannt mit diesemjungen Manne, der Zusammenkünfte mit Wilden hat in einer Ge-gend des Landes, wo er nie früher gewesen?" fragte Hutter ineinem Ton und mit einer Art, welche den Beweggrund seiner Fragedeutlich verriethen, da solche rohe Menschen sich selten aus Zart-gefühl bedenken, ihre Gedanken nnd Gefühle zn verrathen. „Ver-rath ist eins indianische Tugend; und die Weißen, die viel unterihren Stämmen leben, nehmen bald ihre Gewohnheiten und Kniffe an."
„Wahr — wahr wie das Evangelium, alter Tom; aber nicht