sich bald dem Felsen bis auf wenige Schritte genähert; sie schwam-men darauf zu, obgleich sie ihre Arbeit eingestellt hatten. DieserFels war nicht groß, nur etwa fünf oder sechs Fuß hoch, und nuretwa halb so viel erhob er sich über den See. Die unablässigeBespühlnng des Wassers seit Jahrhunderten hatte seinen Gipfelso abgerundet, daß er seiner Gestalt nach, die ungewöhnlich regel-nnd ebenmäßig war, einem großen Bienenkorb glich. Hnrrh be-merkte, während sie langsam dahin glitten, daß dieser Fels allenIndianern in der Gegend wohl bekannt seh, und daß sie ihn alsMerkzeichen gebrauchten, um den Sammelplatz zu bestimmen, wennsie auf ihren Jagden und Märschen sich trennte».
„Und hier ist der Fluß, Wildtödter," fuhr er fort, „obwohlso eingcschlvfsen von Bäumen und Büschen, daß er mehr einemHinterhalt gleichsieht, als der Ausströmung eines solchen Sce's wieder Glimmerglas."
Hnrrh hatte die Scene nicht übel geschildert, denn in derThat schien es ein Fluß, der im Hinterhalt liegt. Die hohen Ufermochten etwa hundert Fuß aus einander liege»; aber auf derwestlichen Seite dehnte sich ein kleines Stück Land so weit hervor,daß dadurch die Breite des Flusses um die Hälfte vermindert wurde.Da die Büsche in das Wasser herabhingen, und Fichten von derHöhe von Kirchthürmen in riesigen Säulen emporragtcn, sämmtlichdem Licht sich zusenkend, bis ihre Zweige sich vermengten, konntedas Auge selbst in einer kleinen Entfernung nicht leicht eine Lückean der Küste entdecken, welche den Ausstuß des Wassers verrathenhätte. Im Wald oben sah man vom See aus keine Spuren vondieser Oeffnung, denn Alles bot den Anblick derselben zusammen-hängenden und dem Anschein nach endlosen Lanbtapete. Wie dasCanoc langsam weiter glitt, von der Strömung eingesogen, kames unter eine Wölbung von Bäumen, durch welche das Licht vomHimmel sich in einigen zufälligen Ocffnnngen dnrchkämpfte, dasDunkel unten nur schwach unterbrechend.