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Es gibt eine ansehnliche Clafse von Romanlesern —ansehnlich ebenso wegen ihrer Zahl als in jedem andernBetracht, — die man oft mit dem Mann verglichen hat,der „singt, wenn er liest, und liest, wenn er singt". DieseLeute sind über die Maßen phantasiereich in allem That-sachlichen, und so buchstäblich pedantisch, wie die Uebersetznngeines Schnlknaben, in Allem, was zur Poesie gehört. ZumNutz und Frommen aller solcher Leute wird hiemit aus-drücklich erklärt, daß Judith Hutter eben Judith Hutter ist,und keine andere Judith; und überhaupt, daß, wenn irgendwobei einem Taufnamen oder bei der Farbe des Haares eineAehnlichleit, ein Zusammentreffen sich findet, nichts weitergemeint ist, als was für den Unbefangenen in der Gleichheitdes Taufnamens oder der Haarfarbe liegt. Lange Erfahrunghat den Verfasser belehrt, daß dieser Theil seiner Leser derbei weitem am schwersten zu befriedigende ist, und er möchteihnen, zum Besten beider Parteien, den ehrerbietigen Rathgeben, den Versuch zu machen und Werke der Einbildungs-kraft so zu lesen, als wären es Erzählungen positiver That-sachen. Ein solches Verfahren könnte sie vielleicht in Standsetzen, an die Möglichkeit der Dichtung zu glauben.