VI
Die „Lederstrumpserzählungen" bilden jetzt eine Art vonfünfaktigem Drama, vollständig, was den Inhalt und denPlan betrifft, wenn auch vermuthlich sehr mangelhaft in derAusführung. So wie sie sind, hat sie die Lesewelt vor sich.Der Verfasser hofft, sie werde, entschiede sie auch dahin, daßder hier vorliegende Akt, der letzte in der Ausführung,obwohl der erste in der natürlichen Ordnung der Lektüre,nicht der beste der ganzen Reihefolge sey, doch das Urtheilfällen, daß er auch nicht eben der schlechteste sey. Mehr alseinmal hatte er sich versucht gefühlt, sein Manuscript zu ver-brennen und sich zu einem andern Gegenstand zu wende»,obwohl er im Verlaufe seiner Arbeit eine Aufmunterungvon so eigenthümlicher Art erhielt, daß es sich verlohnt, siezu erwähnen. Ein anonymer Brief aus England, von derHand einer Dame, wie ihn däucht, kam ihm zu, worin erdringend aufgefordert wurde, ungefähr eben das zu thun, waser schon mehr als halb ausgeführt hatte, — ein Wunsch, dener sehr gerne als ein Zeichen deutet, daß sein Versuch theil-weise werde verziehen, wo nicht entschieden gebilligt werden.
Wenig braucht er über die Charaktere und die Sceneriedieser Erzählung zu sagen. Jene sind natürlich Werk derDichtung; diese aber ist der Natur so treu, als nur immerdie vertraute Bekanntschaft mit dem jetzigen Aussehen dergeschilderten Gegend, und Vermuthungen über ihren früherenCharakter, so wahrscheinlich als die Einbildungskraft siean die Hand gab, den Verfasser in Stand setzten, sie zu