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dabei zu Muthe, wie einem Geizhalse, der sein zusammeugescharr-teS Gvli> mit keinem Andern theilen will.
Die ganze ewig lange Nacht hindurch wachte Ghita bei derLeiche ihres Geliebten: bald beugte st- sich über sie hin mit einerZärtlichkeit, welche kein irdischer Wechsel zu vertilgen vermochte,bald bestürmte sie den Himmel mit ihrem Flehen um die Rettungseiner Seele. Nicht Einer erwachte, um sie in dem stillen Glückezu stören, das die Erfüllung dieser frommen Pflicht ihr bereitete,oder ihr Gefühl durch die Verwunderung und den Spott gemeinerMenschen zu verletzen.
Ehe der Tag anbrach, schloß sie Raonl'S Augen mit ihreneigenen Händen, bedeckte seinen Körper mit der französischen Flagge,welche sie auf dem Felsen liegen sah und erwartete geduldig undvoll Resignation den Augenblick, wo ihr die Andern helfen würden,die letzte fromme Pflicht an dem Todten zu vollziehen. Als Ka-tholikin fand sie einen heiligen Trost in jenem schönen Glauben ihrerKirche, der uns selbst bis zu dem letzten Augenblicke unseres Da-sehnS das unaufhörliche Gebet für die Seelen der Dahingeschiede-nen gestattet.
Winchester war der Erste, welcher erwachte. Als er sich er-hob, schien er erstaunt, sich in dieser Lage zu finden: doch schon dernächste Blick verkündete ihm den vollen Umfang der Wahrheit. Ernäherte sich Ghita und wollte sich eben nach Naoul's Befinden er-kundigen, als er von dem Ausdrucke ihrer engelgleichen Züge be-troffen seinen Blick auf den Nebenliegenden warf und den Tod aufseinem bleichen Antlitze erkannte.
ES war jetzt nicht die Zeit, sich selbst oder Andere mit Vor-würfen zu quälen; er weckte seine Genoffen nur leise und beinahemit andächtiger Miene, so daß an dem Orte die ruhige heiligeStille einer Kapelle herrschte.
Carlo Giuntotardi erbat sich bald darauf den Leichnam vonden Händen der Sieger. Es war kein Grund vorhanden, ihm diese