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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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während die Proserpina für ihre eigene Person beschloß, nach zweiUhr eine südwestliche Richtung anzunchmen.

Eine Stunde vor Tag aber kam ein plötzliches, heftiges Um-springen des Windes: der erwartete uud schon längst angekündigteSirocco trat ein und mußte den.Lugger ohne allen Zweifel wind-wärts bringen. Die Brise aus Süden war vom ersten Windstoßean sehr stark und wenn sie sich auch erst am Nachmittag des folgendenTages zum wirklichen Sturme steigerte, so wehte sie doch schon vonder ersten Stunde an scharf genug und in heftigen Stoßen.

Bei Tagesanbruch hatten die drei Schiffe einander gänzlich ausdem Gesicht verloren. Die Proserpina, die wir als alten Bekannten,der zugleich in dem Reste unserer Erzählung seine Rolle spielt, auchfernerhin begleiten wollen, stand unter doppeltgerefften Marssegelnmit dem Gallion gegen Westsüdwest gewendet und arbeitete sich durchdie Wellenschluchten, welche der neuliche Tramontana ^ zurückge-laffen hatte. Das Wetter war trüb und düster; ein feiner Nebel-regen kam im Gefolge der Windstöße und es gab Augenblicke, woman das Wasser kaum auf Kabellänge vor dem Schiffe erkennenkonnte der gewöhnliche Horizont blieb vollends gänzlich unsichtbar.

Auf diese Art trieb die Fregatte weiter: Cuffe mochte nichtgern jede Hoffnung auf Erfolg aufgeben und sah doch wenig Aus-sicht auf ein endliches Gelingen vor sich. Die AuSgucker waren wiegewöhnlich ausgestellt, doch mehr der Form wegen, als weil mansich viel Nutzen von ihnen versprechen durfte, da es für einen Mannvon den Kreuzbäumen nur selten möglich war, weiter zu sehen, alsvom Deck aus geschehen konnte.

Offiziere wie Mannschaft hatten mittlerweile gefrühstückt. EineArt finsteren Unmuths herrschte auf dem Schiffe und die neuliche,für Raoul Uvard so freundliche Stimmung war über der nunmeh-rigen Täuschung beinahe wieder verschwunden. Einige fingen an,in ihrem Grimme auf die Möglichkeit hinzudeuten, daß die beiden* So nennt man i» Italien den Nordwind. D. U.