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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
473
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Euch sprechen. Es gibt in diesem Leben des Nebels genug, auchohne daß man so viel an den Tod denkt!"

Es gibt Philosophen, guter Vito, welche behaupten, daßvon all' dem, was wir vor uns sehen, eigentlich gar Nichts cristire!Daß wir uns Alles nur so denken: denken, daß dieses eine See,mit Namen Mittelmeer dieß hier ein Schiff und dort dasLand sey; denken, daß wir jetzt leben uud daß auch der Tod nurin unseren Gedanken bestehe!"

vorgo äi Laoeo! Signor Andrea," rief der Andere, bliebam Fuße der Leiter stehen und ergriff seinen Gefährten am Rock-knopfe, als fürchtete er, derselbe möchte ihm mitten in seiner sonder-baren Enttäuschung abhanden kommen.Ihr werdet doch nicht aufsolche Art mit einem alten Freunde scherzen der Euch von Kind-heit an gekannt hat? Denken, daß ich am Leben sep!"

8i ich habe Euch blos Wahrheit berichtet. Die Einbil-dungskraft vermag gar viel und kann leicht unwesenhaften Dingenden Schein der Wirklichkeit verleihen."

Und daß ich nicht ein Podesta in der That, sondern nur einerin Gedanken sey! "

Ganz so, Freund Vito, so daß auch ich bloS in der Einbil-dung Vicestatthalter wäre."

Und Elba soll keine wirkliche Insel, Porto Ferrajo keinewirkliche Stadt seyn, und sogar all' unser Eisen, das wir in großenMassen in guten, gesunden Schiffen in die Welt zu schicken schie-nen, wäre nur eine Art Gespenst von solidem, wahrhaftem Metall!"

8i si Alles, was Materie zu seyn scheint, sey in derThat blos eingebildet Gold, Eisen oder Fleisch!"

«Und dann bin ich also nicht Vito Viti, sondern nur ein Be-trüger? Was das für eine schurkische Philosophie ist! Wiedenkt Euch nur, Vicestatthalter oder scheinbarer Vicestatthalterwir Beide wären ja ebenso schlecht, wie dieser Sir SmeeS, wenndas, was Ihr sagt, wahr wäre!"