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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Gefangenen fühlte, wenigstens einige Zerstreuung in dem Anblick einerLandschaft, dis selbst in diesem merkwürdigen Theile der Erde nochbesonders hcrvorstach.

Das Schiff stand Amalst gerade gegenüber und war kaum eineMeile vom Ufer entfernt. Man hegte die Absicht, mit einigen Fischer-leuten zu verkehren, die man unterwegs getroffen hatte; alle Nach-richten, die man von ihnen einzog, bestätigten die Thatsache, daßkein dem Lugger ähnliches Fahrzeug in der Bai gewesen war. DasGallion des Schiffes wurde nun süd-und westwärts gestellt, um denZephyr abzuwarten, der in Kurzem eintreten mußte.

Von den überhängenden Felsen aus gesehen, erschien die statt-liche Fregatte in Allem, nur nicht in Symmetrie und kriegerischemAufputze wie ein kleines Kauffahrteischiff, denn die ganze Umge-bung dieser Küste war in so großem Maßstabe geformt, daß sich jedesGebilde von Menschenhänden dem Auge ungewöhnlich klein Paßstellenmußte. Auf der andern Seite sah man Landhäuser, Kirchen, Ein-siedeleien, Klöster und Dörfer in gleich trügerischen Formen an denAbhängen des Gebirges kleben, wodurch aber die ganze Scenerieeinen Charakter der Ueppi'gkeit erhielt, der den Zuschauer lange imZweifel ließ, ob er die Wildheit oder die pittoreske Schönheit desGanzen mehr bewundern sollte. Das schwache Lüftchen, das nochwehte, kam aus Süden und als das Schiff langsam an dieser so aus-nehmend anziehenden Landschaft vorüberglitt, schien jeden Abhangeine Stadt, jeden Felsvorsprung eine menschliche Wohnung und jedenatürliche Terrasse eine Villa nebst Garten zu krönen.

Unter allen Sterblichen werden Seeleute am frühesten gleich-gültig gegen die Eindrücke, welche der Anblick neuer, schöner Ge-genden in uns hervorruft. ES scheint theilweise zu ihrem Berufezu gehören, alle die Empfindungen eines unerfahrenen Jünglings zuunterdrücken und so kommt es, daß sie im Allgemeinen alles Außer-gewöhnliche mit dem Gleichmuthe von Leuten betrachten, welche erals ein Zugeständnis! der Schwäche ansehen, wenn man überhaupt