noch che Kapitän Cuffe und Sir Frcdcrick auch nur wissen, wo erist — nach welchem Grundsätze können sic uns da bei der Gefangen-nahme Hülfe und Unterstützung leisten?"
„Und Ihr wünscht also, die Nacht über scharf auSgucken zulassen, Kapitän Cuffe?"
„Das ist meine Meinung, Nirchy. Ihr müßt Euch alle sogut wie möglich umsehcn, dann können wir den Lugger für unsallein bekommen. Es wäre ja doch Jammerschade, Mr. Mac Bean,den Gewinn unter drei zu vertheilen, während die Summe so gutbeisammen gehalten werden könnte."
In dieser so sehr verschiedenen Stimmung fingen die drei kom-mandirenden Offiziere an, sich an die Lösung der ihnen vorliegendenAufgabe zu machen. Cuffe war ernstlich ans die Gefangennahmefeines Feindes bedacht; ihm war's dabei hauptsächlich um die Ehredes Siegs, ein klein wenig auch um Rache für seine eigenen Ver-luste zu thun. Sir Frederick Dashwood war wie immer gleichgültigfür Alles, nur nicht für seine eigenen Vergnügungen, und Lyon sahmit gespannter Aufmerksamkeit der gewünschten Entscheidung entgegen.
Eine oder zwei Stunden später, als Cuffe sich eben schlafenlegen wollte, ließ er den ersten Lieutenant, wenn Letzterer nämlichnoch auf sey — zu sich Herunterbitten. Winchester war eben mit Ein-schreiben seines eigenen Tagebuchs beschäftigt; er schloß das Buchalsbald und schickte sich an, den Befehl mit jenem ruhigen, pünkt-lichen Gehorsam zu befolgen, welchen ein Premierlieutenant seinem Ka-pitäne gegenüber weit leichter, als gegen sonst Jemand beobachten wird.
„Guten Abend, Winchester," rief ihm Cuffe in freundlichem, ver-traulichem Tone entgegen, so daß der Lieutenant die beruhigende Ge-wißheit erlangte, daß er nicht gerufen worden war, um von seinemVorgesetzten , geriffelt < zu werden — „nehmt Euch einen Stuhlund versucht ein Glas von diesem Capriwein mit etwas Wasser.Es heißt die Segel nicht sehr steif führen, wenn Einer auch eine