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sie war ein Gefühl, das ihm nur sehr wenig verständlich war, undüberdies lebte in ihm ein Geist des Widerspruches, der ihn gewöhn-lich verleitete, von jeder aufgestellten Behauptung gerade das Gegen-theil anzunchmcn.
Der Gefangene wurde entlassen und das Gericht ließ die Thürenschließen, um in der hergebrachten Form zur endlichen' Entscheidungzu gelangen.
Wir würden Cuffe Unrecht thun, wenn wir nicht geständen,daß auch er gegen den tapferen Feind, der seine Versuche so oft ver-eitelt hatte, einigermaßen günstig gestimmt war. Hätte er in jenemAugenblicke seinen freien Willen gehabt — er würde Raoul seinemLugger wieder gegeben, ihm einen gehörigen Borsprung eingeräumtund ihn dann mit Freuden im ganzen Mittelmeere herumgejagthaben, um so alle Fragen zwischen ihnen beiden zur Entscheidungzu bringen. So aber wäre es doch zu viel gewesen, den Luggermitsammt dem Gefangenen aufzugeben. Dann band ihn auch seinrichterlicher Eid und er fühlte sich gezwungen, den Beweisgründendes Untersuchungsrichters nachzugeben, der, ein reiner Mann vomFach, fast eben so wenig auf das Gefühl hielt, wie der greiseLyon selber.
Das Resultat der Berathung, die über eine Stunde dauerte,war ein Erkenntlich gegen den Gefangenen. Der Gerichtssaal wurdewieder geöffnet, das Protokoll aufgeschlagen und verlesen — derGefangene ward vorgesührt und ihm das Urtheil bekannt gemacht.
Das Erkenntniß lautete: „Raoul Uvard, mitten unter denalliirten Flotten und zwar verkleidet gefangen genommen, sey des-halb als der Spionerie schuldig erfunden worden." Das Urtheildes Gerichts verlangte, daß er „am folgenden Tage den Tod erlei-den und an dem Raaarm desjenigen Schiffes, welches der konrman-dirende Admiral, wenn er das Urtheil genehmige, bestimmen würde —aufgehängt werden sollte."
Raoul hatte eS nicht viel ander- erwartet und vernahm sei»