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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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sie unfern Irrwisch in den helleren, wilderen Flammen ihres eigenenFeuers anszulöschen. Aber der Irrwisch wird wieder leuchten, nach-dem ihr Feuer längst erstorben ist!"

Ist denn keine Gefahr mehr vorhanden, und kann uns derBrander nicht jetzt noch erreichen? er steht uns noch immer fürch-terlich nahe!"

Doch nicht so sehr, daß er uns schaden könnte, besonders daunsere Segel vom Thau angefeuchtet sind. So lange unser Kabelhält, kann er nicht von der Stelle, und da dieses unter Wassersteht, so wird es auch nicht anbrennen. In einer halben Stundewird wenig mehr von ihm übrig seyn: so wollen wir uns denn andem Freudenfeuer, so lang es noch dauert, ergötzen."

Und in der That gewährte das Ganze jetzt, da die Furcht vorGefahr vorüber war, einen prachtvollen Anblick. In der strah-lenden Helle sah man auf dem Lugger alle Gesichter in ängstlicherNeugierde auf die brennende Masse gerichtet, wie die Sonnenblumedem glühenden Feuerballe in seinem Laufe am Himmel zu folgenpflegt; dabei traten Spieren, Segel, Kanonen, ja selbst die klein-sten Gegenstände auf dem Fahrzeug aus dem Dunkel der Nacht inden Glanz einer Beleuchtung, welche Alles fast nur als einen Theileiner prachtvollen, theatralischen Darstellung erscheinen ließ.

Aber eine so starke Flamme mußte sich um so früher selbstverzehren. Bald sanken die Masten der Felukke und mit ihnen eineganze Pyramide von Feuer. Dann stürzte das bremiende Deck ihnennach und diesem folgte Spiere auf Spiere und Planke auf Planke,bis der Brand auf dem Wasser, woraus er schwamm, ein großar-tiges Ende fand.

Eine Stunde, nachdem die Flammen ausgebrochen waren, bliebnichts mehr übrig, als die glühenve Asche, die sich in dem Kiel-raume des Wracks angesammelt hatte.