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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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gegen die Insel gekehrt waren, so drehte Jthnel von Zeit zu Zeitden Kopf, um ihre Fortschritte zu beobachten: doch waren dieselbenso gering, daß keine wesentliche Veränderung dadurch hervorgc-bracht wurde.

Raoul hatte einige Minuten lang schweigend um sich geschaut,richtete nun aber die Blicke nach oben und betrachtete die Sterne.

Du weißst wahrscheinlich nicht, Ghita," begann er dann,welchen Nutzen uns Seeleuten diese Sterne gewähren können undwirklich gewähren. Mit ihrer Hülfe sind wir im Stande, selbst aufdem weitesten Oceane zu sagen, wo wir sind die Punkte desKompasses genau anzugebc» und die Stelle unserer Heimath heraus-zufinden, selbst, wenn wir noch so weit davon entfernt sind. DerSeemann muß wenigstens sehr weit südlich vom Acquator steuern,che er den Punkt erreicht, wo er nicht mehr dieselben Sterne sieht,die er vor der Thüre des väterlichen Hauses erblickte."

Das ist für mich ein ganz neuer Gedanke," gab Ghita raschzur Antwort, denn ihr zartes Wesen war sogleich von dem Schö-nen und Poetischen einer solchen Idee betroffendas ist fürmich ein ganz neuer Gedanke, Raoul und ich wundere mich, daßDu dessen nicht früher erwähntest. Es ist viel Werth, wennman selbst dann, wenn man von dem, was man liebt, weitentfernt ist, noch so heimische, vertraute Gegenstände mit sichnehmen kann."

Hast Du noch nie davon gehört, daß Liebende sich zu einergewissen Stunde einen bestimmten Stern erwählten, nach welchemsie emporschauten, wenn sie, trotzdem, daß sie durch Meere undLänder getrennt waren, mit einander verkehren wollten?"

Das ist eine Frage, die Du Dir selbst vorlegen kannst, Raoul;Alles was ich jemals von Liebe und Liebenden gehört, habe ich jaaus Deinem eigenen Munde vernommen."

Gut denn, so will ich Dir's sagen und will dabei hoffen, daßwir nicht abermals von einander scheiden, ohne auch uns einen