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Interesses erhob, das schon an und für ssch der natürlichen Zärtlich-keit ihres Geschlechts für den Mann ihrer Neigung beinahe gleich kam.
So lange das kurze Scharmützel mit den Booten dauerte undwährend der wenigen Minuten, da er unter dem Feuer der Fregattegestanden, war Raoul ganz er selbst gewesen: denn die Aufregung deswirklichen Kampfes stählte ihn jedesmal zu Thaten, wie sie seinesRanges als Kommandirender und des hohen Rufes, den er sich er-worben hatte, würdig waren; den übrigen Theil des Tages überfühlte er sich aber nur wenig mehr zum Kampfe geneigt. Sobald ereinmal gewiß war. daß seine Spieren Stand halten würden, machteihm die Jagd eben nicht mehr viel zu schaffen und jetzt, da er in-nerhalb der seichten Mündung vor Anker lag, war ihm ungefährgerade so wie einem Reisenden zu Muth, der nach der Anstrengungeines harten Rittes am Abend endlich einen bequemen Gasthof ge-funden hat. Als Jthuel auf die Möglichkeit hindeutete, daß derFeind in seinen Booten einen nächtlichen Angriff versuchen konnte,antwortete er dem Amerikaner lachend mit dem Sprüchworte „ver-brannte Kinder scheuen das Feuer" und kümmerte sich nicht sonder-lich um die Sache. Trotzdem wurde auch in dieser Beziehung keinegeeignete Vorkehrung vernachläßigt.
Raoul war gewohnt, in Augenblicken der Noth von seinenLeuten viel zu verlangen; zu jeder andern Zeit aber war er sonachsichtig, wie nur ein gütiger Vater gegen gehorsame, ehrerbie-tige Kinder sehn kann. Diese Eigenschaft, so wie die unveränderlicheStandhaftigkeit und Besonnenheit, die er in Gefahren entwickelte,waren das ganze Geheimniß seines großen EinstuffeS auf seineLeute, denn jeder Matrose, der unter seinen Befehlen stand, warüberzeugt, daß der Dienst niemals streng auf ihm lastete, wennnicht die Noth es unabweislich erforderte.
Auch jetzt erhielt die Mannschaft auf dem Irrwisch, sobald dasAbendessen vorüber war, die Erlaubniß zu dem gewohnten Tanzeund auf dem Vorkastell ertönten die romantischen Gesänge der Pro-Der Irrwisch. IS