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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Gängelbande gelöst hat und der Irrwisch leuchtet oder erlischt ganz,wie eS seinen Zwecken am Besten zusagt. Ich wette zehn gegeneins, die Fregatte kommt in den Hafen herein, besteht uns in derNahe und viert dann wieder, um stch nach Livorno zu wenden, woihre Offiziere weit bessere Unterhaltung als hier in Porto Ferrajofinden. Dieser Sir Brown hat gewiß ebensogut seine Ghita, wieRaoul Ward."

Nein, eine Ghita hat er, furcht' ich, nicht, Raoul," antwor-tete das Mädchen, gegen ihren Willen lächelnd, während die Rotheihrer Wangen unmerklich zunahmLivorno hat wenig so un-wissende Landmädchen, die, wie ich, in einem einsamen Wartthurman der Küste auferzogen wurden."

Ghita," fiel Raoul voll Gefühl ein,um jenen einsamenWartthurm dürfte dich manche edle Dame zu Rom oder Neapelbeneiden, denn er hat Dir die Unschuld des Herzens erhalten einePerle, wie große Städte fie nur selten aufzuweisen haben; dennwenn fie sich dort auch findet, so ist ihre Reinheit durch Gebrauchgetrübt und ihre ursprüngliche Schönheit verloren."

Was weißt Du von Rom und Neapel, von edlen Damen oderreichen Perlen, Raoul?" rief das Mädchen lächelnd, während dieZärtlichkeit, die ihr Herz in diesem Augenblick erfüllte, ihr unwill-knhrlich aus den Augen sprach.

Was ich von solchen Dingen «erstehe? nun, in der That,ich bin ja in beiden Städten gewesen und habe mit eigenen Augengesehen, was ich beschreibe. Ich ging nach Rom, um den heiligenVater zu sehen und mich zu überzeugen, ob unsere französischenAnfichten über seinen Charakter und seine Unfehlbarkeit richtig seyenoder nicht, ehe ich mich für eine bestimmte Religion entschiede."

Und Du fandest ihn wirklich ehrwürdig und heilig, Raoul,"fiel das Mädchen mit Ernst und Nachdruck ein, den» dieß war einThema, worüber große Meinungsverschiedenheit zwischen beidenherrschteich weiß, Du fandest ihn so würdig, das Ober-