Jthuel mit sehr schlecht verhehlter Verachtung — »ei, das ist jagerade der Grund, warum wir sie nicht verehren. Da könnte JederHerkommen und Euch zumuthen,,Jhr solltet ihn anbetcn und Götzen-diener« mit ihm treiben — die schrecklichste aller Sünden, welchejeder ächte Christ fliehen muß trotz der Hölle. Lieber wollt' ich nochdiese Weinflasche, wenn'S seyn müßte, als den besten Heiligen ausEurer Pfaffen Büchern — anbeten."
Filippo war kein Kasuistiker, sondern ein einfacher Gläubigerund als daher Jthuel seiner alten Gewohnheit, aus bloßen Flaschenund Krügen zu trinken, zufolge, in demselben Augenblicke das Endeder Bouteille an den Mund setzte, gab der Genueser keine Antwort,sondern hielt die Augen in ängstlicher Spannung auf die Flaschegeheftet, die nach der Länge der Zeit, während der sie der Anderean den Mund hielt, in großer Gefahr zu schweben schien und gänz-lich leer zu werden drohte — für einen Mann von so großer Vorliebefür den Wein, wie Filippo, gewiß kein geringfügiger Umstand.
„Das nennt Ihr Wein?" rief Jthuel, indem er inne hielt, umAthen, zu schöpfen; „da ist doch nicht so viel Granit in einer ganzenGallone, als bei uns in einer einzigen Pinte von unserm Cyder.Ich könnte ein ganzes Faß austrinken und hinterher erst noch aufeinem Brette marschiren, das gerade so schmal wie Eure Religionwäre, Philip —o!"
Diese Worte waren nichts destowcniger von einem Blicke derZufriedenheit begleitet, der hinlänglich bewies, wie sehr der innereMensch durch das, was er genossen, erquickt worden war: der hübscheMund schien auf höchst ausdrucksvolle Weise andeuten zu wollen,wie er eigentlich recht wohl wisse, daß er der Kanal gewesen, mit-telst dessen eine so höchst angenehme Kommunikation mit dem MagenStatt gefunden habe. Die Wahrheit zu sagen, hatte auch Bene-deit« eine Flasche von ihrer bessern Sorte heraufgebracht — dasselbeGewächs, von welchem schon dem Dicestatthalter eine Probe ver-abreicht worden war — in der That ein so feines und mild eingehendes