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„Entschuldigen Sie diese Störung. Sir," sprach er; „ich willSie nicht länger auf Ihren, Wege aufhalten: es wird Wohl, eheder Morgen graut, ernsthaftere Arbeit auf den Höhen geben, undSie werden ohne Zweifel wieder dort zu seyn wünschen."
Er verbeugte sich mit vollkommener Ruhe und Höflichkeit unddie beiden Theile zogen langsam an einander vorüber, als erplötzlich, wie wenn er seine Herablassung bereut hätte, sich imSattel umdrehte und in jenem sarkastischen Tone, der ihm so eigenwar. dem Ofsiciere zurückrief: „Kapitän, ich ersuche Dich, Hab'ein besonderes Augenmerk auf die Dame!"
Mit diesen Worten gab er seinem Pferde die Sporen undgaloppirte vorwärts, während seine ganze Suite ihm in derselbenungeduldigen Eile folgte.
Cäcilie hatte jede Splbe gehört, die während dieser kurzenUnterredung zwischen den Beiden gewechselt worden, und fühlte imVerlaufe derselben eine Wallung des Unwillens ihr Herz überlaufen.Als die Fremdlinge fort waren, schöpfte sie tief und zitternd Athemund fragte mit einem Tone, der ihre Bewegung verrieth:
„Und ist dieß Washington?"
„Dieser!" rief ihr Gefährte. — „Nein, nein, Madame; dasist «in ganz anderer Mann! das ist der große englische Officier,den der Kongreß zum General in unserer Armee gemacht hat.Man hält ihn für eben so groß im Feld als rauh im Besuchzim-mer — ja, ich will das gern zu seinen Gunsten anerkennen, wennich ihn auch niemals recht verstehen kann: er ist so stolz — so ge-bieterisch — und doch ein großer Freund der Freiheit!"
Cäcilie ließ den Officier die anscheinenden Widersprüche in demCharakter seines Obern nach seiner Weise zusammenreimen, währendsie selbst sich wieder ganz erleichtert fühlte, als sie erfuhr, daß jenernicht der Mann war, dem wahrscheinlich bak ein Einfluß auf ihreigenes Schicksal zustchen sollte. Der Fuhrmann schien jetzt bemüht,die verlorene Zeit wieder cinzubringen und trieb seine Pferde mit