wvhl ohne Rast und Ueberlegung zugleich angewendet worden, hättenicht der Mann, der den brennenden Hanf schürte, einen Bündelvon diesem flammenden Stoffe emporgchoben und laut gerufen:
„Bratet ihn in den feurigen Flammen! er ist ein Ungethünraus der Finsterniß; verbrennt ihn in seinen Lumpen und verstoßtihn von dem Angesichte der Menschen!"
Der barbarische Vorschlag wurde mit einer fast wahnsinnigenFreude ausgenommen und im nächsten Augenblick schwebten einDutzend Hände voll von dem flammenden Tanwcrk über demunglücklichen Haupte des hülfloscn Jungen. Job machte einenschwachen Versuch, das fürchterliche Schicksal, das ihn bedrohte,abznwenden; doch der Unglückliche konnte dem Drängen seinerFeinde nichts als seinen eigenen geschwächten Arm und die verlorenenWehklagen seines unmächtigen Verstandes als Schutzwchr entgegenstellen. Scho» war er in eine Wolke schwarzen Rauches eingehüllt,ans der bereits gezackte Flammen emporzulodern begannen, als einWeib unter den Hauken stürzte, und die lodernden Brände auf beidenSeiten mit einer übernatürlichen Kraft von sich stoßend, durch diewilde Masse zu dem Unglücklichen hindurchdrang. Als sie darBett erreicht hatte, zog sie den rauchenden Bündel mit ihren Händenhinweg, welche der Hitze nicht zu achten schienen, und stellte sichselbst gleich einer wüthenden Löwin, die sich zum Kampf für ihreJungen anschickt, vor das dem Verderben geweihte Schlachtopfer.In dieser Stellung blieb sie einen Augenblick und blickte auf dieWüthenden mit einer Leidenschaft, welche ihr die Brust zu heftigzusammenpreßte, als daß sie dieselbe hätte äußern können; endlichjedoch hatte sie die Sprache wieder gefunden und ließ nun mit derganzen Furchtlosigkeit einer Mutter die Bewegung ihres Innerenauötoben.
„Ihr Ungeheuer in Menschengestalt! was wollt ihr hier?"rief sie mit einer Stimme, welche den Lärm übcrtönte und jeden.Mund still stehen hieß. „Habt ihr kein Herz in euren Leibern?