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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
392
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Gemüseverkänfer, die noch täglich ihr Geschäft bei den schlecht-besetzten Fleischbänken fortsetzten, nach ihren verschiedenen Woh-nungen getrieben. Statt ihrer war nur eine magere, verarmtePerson aus dem Lager zu sehen, welche sich mit ihrem halbver-hungerten Kinde unter dem Schatten des Gebäudes hinstahl, undunter den Neberresten des Marktes nach einem verachteten Bissensuchte, um sich ein ärmliches Nachtmahl daraus zu bereiten. Dochwährend der öffentliche Markt dieses Bild der Dunkelheit und derLeere zeigte, bot der untere Theil des Platzes einen sehr verschie-denen Anblick dar.

Das Waarenhaus war von einem Haufen von Männern inUniform umringt, deren unordentliche, rasche Bewegungen dem er-fahrenen Auge des Kapitäns sogleich verkündeten, daß sie in einemAuftritt gesetzloser Gewaltthat begriffen waren. Einige ranntenwüthend in das Gebäude, mit Waffen in der Faust, wie die Straßezunächst sie ihnen darbst, während Andere zurückkamen und dieLuft mit Flüchen und Geschrei erfüllten. Ein fortwährendes Zu-strömen erhitzter Krieger aus den dunkeln Zugängen gegen denPlatz hin war ringsum zu bemerken und jedes Fenster des Gebäu-des war mit aufgeregten Zuschauern besetzt, welche an den Wändensich anklammerten und offenbar die innerhalb Befindlichen durchBeifall und Zujauchzcn anfenerten.

Als Polwarth seinen Shearflint die Zügel anziehen ließ, konnteer die raschen, halbgeendetcn Reden, die von den Lärmendenherübcrschollen, deutlich vernehmen, und ehe er noch in dem Dunkeldes Abends die Aufschläge ihrer Uniformen unterscheiden konnte,erkannte sein Ohr den wohlvertrautcn Dialekt der königlichen Ir-länder. Die ganze Wahrheit enthüllte sich jetzt vor seinem Blick, erbeeille sich, seine korpulente Person, so gut es gehen wollte, ausdem Schlitten herauszuzwängen, und humpelte eiligst auf die Mengezu; dabei fühlte er eine sonderbare Mischung von Gefühlen in sich,die in dem einen Augenblick dem drängenden Durst nach Rache zu