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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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verlassen und er selbst ging den Gang hinunter, der jetzt nurnoch dünn besetzt war, als sein Ohr plötzlich durch eine leiseStimme begrüßt wurde, welche dicht neben ihm in einem aufsal-lend näselnden Ton eine Art von Psalmen hersang.

Wehe über euch Pharisäer! denn ihr liebt die obersten Sitzein den Synagogen und verlanget Grüße auf dem Markte!"

Obgleich Lionel diese Stimme seit jenem Schrei, der aus derverhängnißvollen Redoute geantwortet, nicht mehr gehört hatte,so erkannte er sie doch augenblicklich wieder. Indem er sich nachdem sonderbaren Ankläger umwandte, gewahrte er Job Pray, deraufrecht und regungslos wie eine Bildsäule in einer der Nischenan der Front des Gebäudes stand und von hier aus seine war-nende Stimme wie ein zu seinen Gläubigen sprechendes Orakelvernehmen ließ.

Bursche, wird keine Gefahr Dich Weisheit lehren!" fragteLionelwie wagst Du nur, so muthwillig unserem Zorn zu trotzen ?"

Doch seine Fragen blieben unbeachtet. Der junge Mensch,dessen Züge bleich und abgezehrt erschienen, als hätte er vor Kur-zem eine körperliche Krankheit überstanden dessen Auge starr undleer und dessen ganzes Aeußere schmutziger und ärmlicher als ge-wöhnlich war, schien vollkommen gleichgültig gegen Alles um ihnher. Ohne selbst die Richtung seines starren Blickes zu ändern,fuhr er fort:

Wehe über euch! Denn ihr geht weder selbst hinein, nochlaßt ihr Die ein, welche hinein Wullen!"

Bist Du taub, Du Narr?" fragte Lionel.

Im nächsten Augenblick war das Auge des Andern auf seinenFrager geheftet und Major Lionel fühlte einen Schauer über sichhinziehen, als er den Strahl des Bewußtseyns gewahrte, der dasGesicht des Tölpels erleuchtete, während er in denselben Unglück-weiffagcnden Tönen fortsuhr:

Wer zu seinem Bruder spricht, ,Racha<, der ist der Strafe