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welche, wie man glaubte, dem hartnäckigen Blei den Ausgangversperrten, das nach allgemeiner llebereinstimmung allein derGenesung des Kranken im Wege stand. Diese Unentschlossenheitwar eine von den Plagen, welche der arme Lionel seinem hohenStande verdankte, denn wäre Meriton, statt seines Herrn, krankdarnieder gelegen, der Fäll wäre höchst wahrscheinlich viel früherentschieden worden. Endlich kam ein junger, unternehmender Arzt,der die Welt noch vor sich hatte, ans Europa an; dieser, entwedergrößere Geschicklichkeit oder mehr Kühnheit als seine College» be-sitzend, — denn beide sind in ihren Resultaten oft ganz dieselben— hatte sich ohne Zögern für die Zweckmäßigkeit einer Operationentschieden. Der Medicinal-Stab der Armee rümpfte über solcheNeuerung die Nasen und begnügte sich für den Anfang mitdiesem stillen Zeichen seiner Verachtung. Als aber die Freunde desPatienten, wie es gewöhnlich geschieht, dem Flüstern der HoffnungGehör gaben und dem zuversichtlichen Manne der Sonde gestatteten,seine Instrumente zu gebrauchen, wurden die Stimmen seiner Mit-genoffen nicht nur laut, sondern schreiend. Es gab selbst einenoder zwei Tage, wo sogar die vom Wachen ermüdeten und abge-matteten Subalternen der Armee die Gefahren oder das Ungemachder Belagerung vergaßen, um mit ernster, wißbegieriger Mieneauf das unverständliche Kauderwälsch der Weisen des Lagers zuhorchen, und Manche von Denen, welche dafür bekannt waren,daß sie vor ihren erklärten Feinden niemals Zeichen einer so schimpf-lichen Schwäche gezeigt hatten, erbleichten beim Anhören diesesBerichtes. Als aber bekannt wurde, daß die Kugel glücklich her-ausgenommen worden und der Kranke sich auf dem Wege derBesserung befinde — da folgte der ersten Aufregung eine Ruhe,welche für das Menschengeschlecht weit unheilverkündender war,als der vorangegangene Sturm. Der wagende Praktikus war inkurzer Zeit allgemein als der Gründer einer neuen Theorie aner-kannt: von der Hälfte der gelehrten Körperschaften der Christenheit