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um welchen seine Kameraden gelehrt worden waren, den CharakterDerer besser zu schätzen, deren langes, stilles Dulden für Klein-müthigkeit gegolten hatte, so freute er sich doch darüber, daß jetztden Aelteren unter ihnen die Augen für die Wahrheit geöffnetwerden müßten und daß den Jungen und Gedankenlosen der Munddurch Schaam für immer geschloffen war. Wenn auch aus Gründender Klugheit die wirklichen Verluste der beiden Corps wahrschein-lich geheim gehalten wurden, so erfuhr man doch bald, daß er aufSeiten der Armee ungefähr ein Sechstel der ganzen Anzahl betrug.
Auf der Werste trennte sich Lionel von Polwarth. DerLetztere versprach, sobald als möglich wieder in der besonderenWohnung seines Freundes eiuzntreffen, wo er für die gezwungeneEnhaltsamkeit und die Entbehrungen seines langen Marsches Trostzu finden hoffte; der Erstere schlug den Weg nach der Tremont-straße ein, um die Unruhe zu verscheuchen, welche, wie das geheimeund schmeichelnde Flüstern der Hoffnung ihm zu glauben eingab, F
seiue junge schone Verwandtin um seinetwillen fühlen mochte. Anjeder Ecke traf er Gruppen ernster Stadtbewohner, die mit ge-spitzten Ohren auf die Einzelheiten des Kampfes horchten, währendeinige Wenige, durch so muthige Proben ihrer Landsleute beschämt,welche sie früher in deu Augen ihrer Unterdrücker verächtlich zumachen sich bemüht hatten — gcdemüthigt und leise davonschlichen.
Die Meisten aber betrachteten den Vorübergehenden, dessen un-ordentliche Kleidung seine Theilnahmc an der Affaire ankündigte,mit Blicken ernsten Wohlgefallens. Als Lionel an MrS. Lechmere'sThüre klopfte, wußte er nichts mehr von Ermüdung und als siesich öffnete, als Cäcilie in der Halle vor ihm stand und in jedemZug ihres reizenden Gesichtes die Größe ihrer Bewegung sich ob-walte — da hatte er all' jene drohenden Gefahren vergesse», denen >
er kaum erst entronnen war.
„Lionel!" rief die junge Dame, indem sie die Hände vor Freudein einanderschlug, „er ist's und unverletzt!" Das Blut stieg ihr