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Freund, der von einer trüben, trüben Pilgerfahrt auf der andernHalbkugel znrückgekchrt ist, um seine Gebeine hier, in dem Landeseiner Geburt niederzulegen; sollten aber noch manche Stunden mirgewährt sehn, so sollen Sie ferner von einem Manne Horen, denIhre Artigkeit und Güte so sehr stch verbunden hat."
Der Ofstcier war sichtbar ergriffen von der milden, aber feier-lichen Weise seines Gefährten, und drückte dessen welke Hand mitWärme, als er antwortete:
„Thun Sie das; ich erbitte es mir als eine besondere Gunst;ich weiß nicht, wie es kommt, aber Sie haben eine Gewalt übermeine Gefühle erlangt, wie kein anderes Wesen sie bis jetzt be-saß — und doch — mir ist's ein Geheimniß, ist wie ein Traum!Ich fühle es — ich verehre Sie nicht nur, ich liebe Sie auch!"
Der alte Mann trat zurück und hielt den Jüngling für einenAugenblick auf Armeslänge von sich, während er einen Blick derwärmsten Theilnahme auf ihn heftete; dann sachte die Hand erhe-bend, deutete er aufwärts und sagte:
„Das kommt vom Himmel und nach Gottes besonderem Willen;unterdrücke dieses Gefühl nicht, Knabe, sondern Pflege es im Inner-sten des Herzens!"
Die Antwort des Jünglings wurde durch heftiges Schreien unter-brochen, das plötzlich die Stille des Ortes störte. Rasche, heftigeSchläge einer Peitsche hörte man zwischen dem Schmerzensrnfe desLeidenden, und rohe Schwüre mit gräulichen Flüchen von verschie-denen Stimmen mischten sich in den Aufruhr, der nicht sehr fernzu sehn schien. In gemeinsamem Antrieb brach die ganze Gruppevon dem Platze auf und eilte rasch die Werste aufwärts in derRichtung der Töne. Als sie den Wohnungen näher kamen, sahensie um eben den Menschen, der diej Stille des Abends durchsein Geschrei gestört hatte, einen Hausen Leute versammelt, welcheseine Jammertöne durch ihre Scherze unterbrachen und seine Pei-niger zum Fortfahren ermuthigten.