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ich nichts von dieser mir zugedachtcn Gabe, dieich so wenig verdiente, sonst würde ich, (denn cswar, ehe ich Gertrude kennen lernte), fle erwie-dert nnd mir Jahre voll Schuld und Pein ersparthaben. Inzwischen hatte die Dame, von welcherich spreche, geheirathct und war durch den Todihres Gemahls wieder frei. Mit meiner Familie,namentlich mit meiner Schwester ganz vertraut,kam sie nur immer mit mir zusammen; ihreTheilnahme au der Veränderung, die sic an Kör-per und Gemnth bei mir wahruahm, war stärkerals ihre Zurückhaltung; und aus diesem Grundeallein spreche ich von einer Neigung, die sonstbesser verschwiegen bliebe. Ich denke, Sie habenschon errathcn, von Wem ich rede, und da Sieihre Schwäche entdeckt haben, so ist billig, daß Sieauch ihre Tugend kennen lernen; es ist billig, daßSie erfahren, wie nicht die Laune der Leidenschaft,eines Augenblicks, sondern eine lange nnd ver-borgene Liebe sie beseelt; daß nur ihr Mitlcidcnund keine unweibliche Mißachtung der öffentlichenMeinung sie zur Unklugheit verleitete nnd daß bisauf diesen Augenblick ihr nichts zur Schuld fällt,als die Thorheit, mich zu lieben.
Ich gehe zu der Zeit über, wo ich die Ent-deckung machte, daß ich, absichtlich oder zufällig ge-täuscht worden war, und daß mein Feind noch lebe —lebe im Ansehn, Glück und Genuß der Guter derWelt! Diese Nachricht war, wie wenn man einem